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    19.08.2012, 17:20 Uhr

    Die Entenjagd


    Es war an einem heißen Sommertag.

    Die Hitze flimmerte.

    Im Schatten lag der schwarze Jäger auf der Lauer.


    Doch welches arme bedauernswerte Geschöpf sollte seine Beute werden?

    Diese hier?


    Nein, diese wurden verschont.
    Der schwarze Jäger hatte etwas anderes ins Auge gefasst und wartete auf den richtigen, den tötlichen Moment.

    Seine unschuldigen Opfer wähnten sich in Sicherheit - trügerischer Sicherheit …




    Die Jäger pirschten sich an …


    … standen ultimativ vor ...


    … und schlugen zu.


    Was hatten wir für einen Spass!!


    Jack ist ja schon seit vielen Jahren ein begnadeter Badewannenjäger. Er führte mir ganz genau vor, wie man unter größtmöglichem Wasserverbrauch, kleine Quietscheenten tunkt, taucht, in die Luft schmeißt und wieder fängt und mit wildem Geplansche versenkt.

    Jack hat es sowas von drauf!!






    Gottseidank ist Jack ein geduldiger Lehrmeister, ich konnte mir alles aus nächster Nähe ansehen und seine Techniken studieren.


    Dann war ich dran:






    Klar, am Anfang war ich noch etwas zaghaft. Allein in die rutschige Badewanne zu steigen ist nicht so einfach. Aber ein Retriever auf Entenjagd ist nicht zu stoppen und mit eifrigem Geblubber begann ich die Entchen zu versenken. Wenn ich sie nur besser hätte greifen können. Die Biester waren total glitschig und hüpften mir immer wieder aus dem Maul.

    Gerade als ich den Bogen raushatte, hüpfte Jack einfach so ohne zu fragen mit in die Wanne und nahm mir alle Enten weg. Ältere Hunde sind manchmal gar nicht nett.




    Nach einigen tumultartigen Szenen schmiss Jack seine Ente in hohem Bogen aus der Wanne. Was der kann, kann ich schon lange. Zack, flog meine Ente hinterher.


    Die Chefin hat das allerdings völlig falsch verstanden, hat die Enten eingesammelt und Ginny zum Spielen gegeben.
    Wer hat denn schon von einem Enten jagenden Jack Russell gehört? In die Badewanne schaffen die es doch sowieso nicht.


    Unter unseren kritischen Blicken fischte Ginny die Enten aus einer Jack-Russell-Wanne und begann sofort sie eifrig kaputt zu beißen.

    Das hätte ich ihr gleich sagen können, dass das Ende vom Spiel ist – und so war es auch. „Schluss für heute“, sagte die Chefin, legte unsere „Enten-Strecke“ zum Trocknen ins Gras und trotz unserer flehenden Blicke, war es an diesem Tag mit der Jagd vorbei.


    Hoffentlich jagen wir bald wieder, Euer Carlito