Nun ist der Sommer schon fast vorbei gewesen, und wir waren irgendwie gar nicht ans Meer gekommen. Meistens hat es ja geregnet und die Chefin findet Meer und Regen in Kombination fürchterlich deprimierend. Aber letzte Woche hatten wir Glück: das Wetter stimmte, wir hatten ein bißchen Zeit und los ging es:

Zusammen mit Sam, Kira und Merlin erkundeten wir einen neuen Strand, den wir in den frühen Morgenstunden ganz für uns allein hatten.
Eigentlich wollten wir alle im gestreckten Galopp direkt zum Wasser preschen, aber Menschen sind so gemein, erst mussten wir ganz und gar unnötige Bleib-Übungen machen.

Nur Ginny hat sich prinzessinnenlike nach vorne geschlichen und als die Chefin es gemerkt hat, gab es ein Foto und ein Leckerchen – anstatt sie mit Pauken und Trompeten zurückzuschicken – Jack und ich müssen immer alles viel ordentlicher machen.

Aber dann durften wir alle endlich los, ab hinein ins Vergnügen mit Geschrei und Geplansche. Jack hat gleich eine Frisbee gefunden, die er zu seinem Ärger aber nicht behalten durfte. „Das gibt eh nur Streit“, meinte die Chefin, „oder Du machst sie kaputt.“ Konnte Jack überhaupt nicht verstehen.


Nach einer Weile waren wir alle ordentlich abgetobt und gerne wieder bereit ein bißchen zu posen: die Meerluft macht einen ganz schön hungrig und ein paar Leckerchen kamen da gerade recht.




Ich versuchte mich als Eisbär und präsentierte meinen zusehends breiteren Kopf. Im Liegen, wenn man den – noch – schmalen Brustkorb nicht so sieht, wirke ich ganz schön imposant.
Merlin und Sam fanden es irgendwann ganz schön langweilig, ihre Chefin hat wahrscheinlich nicht genug Leckerchen rausgerückt.

Anschließend wurde weiter getobt und gekämpft. Mit einem Stock gaben Jack und ich eine regelrechte Vorstellung. Die anderen waren ganz schön von unserem Geknurre beeindruckt und hielten gebührend Abstand. Merlin wollte eigentlich in Ruhe an seinem Schwimmstil arbeiten, aber der weiße Hai scheuchte ihn immer wieder aus demWasser.



Die Mädels hielten sich dezent aus allem raus und auch mit dem Wasser hatten sie es nicht so. Ginny schwimmt sowieso nur, wenn wir ganz unter uns sind und Kira war es vielleicht zu kalt – oder sie hatte Angst vor dem Hai.


Die Chefin warf Steine weit hinaus ins Wasser, mieser Trick, aber Jack und ich waren so heiß aufs Schwimmen, dass wir ihr eine ganze Weile den Gefallen taten und eifrig hinterher schwammen. Schließlich hatte Jack keine Lust mehr und schimpfte sie bellenderweise aus, mensch darf doch seinen Hund nicht so verdummfideln ...


In meinem nächsten Leben werde ich ein Seehund – im Wasser ist es einfach am Schönsten, viele Grüße, Euer Carlito
