Am Sonntag stand mal wieder Action auf dem Programm. Das 9. Dogdance-Turnier Nord fand in Preetz statt und die Chefin und ich waren dabei.

Außer uns ein ganzes Rudel Freunde und ein großer Haufen graue Wolken, die es nicht lassen konnten das Dogdance-Gelände zu benieseln, zu beregnen und zu begießen - „Dancing in the rain!“
Aber das kann einen Retriever nicht erschüttern, Wasser von unten, von oben, von allen Seiten, solange die Leckerchen-Quote stimmt, ihr wisst schon …
Zunächst schauten wir uns die erste „Norddeutsche Clicker-Challenge“ an, bei der die Hunde, vom Clicker gelenkt, kleine Aufgaben erfüllen mussten.
Freund Merlin war trotz Dauerregen fröhlich dabei, kickte Bälle und Kegel, würfelte und hüpfte auf Targets.


Der gute alte Sam hingegen fand den Regen allerdings völlig unerquicklich, ließ die Ohren hängen und schaute schließlich so mißmutig in die Gegend, dass seine Chefin lieber schnell nach Hause fuhr.
Ich hoffte eigentlich die ganze Zeit auf einen schicken Freilauf mit den ganzen Kumpels, aber nein, alle mussten brav an der Leine bleiben – die Menschen wissen ein so geeignetes Gelände gar nicht richtig zu schätzen.
Da es weiterhin regnete und regnete, stellten sich manche Hunde bei ihren Menschen unter – ich auch, ich wollte doch meine weiße Weste nicht vor dem großen Auftritt beschmutzen.


Als ich gerade überlegte, ob ich nicht auch anfangen sollte mißmutig zu schauen oder mich vielleicht zu einem kleinen Nickerchen zusammen rollen, kam unser Aufruf für den Dogdance-Auftritt.
Ich hätte ja „Raindrops keep falling on my head“ oder „Summertime sadness“ ausgewählt, aber die Chefin als chronische Optimistin hatte „Mademoiselle Ninette“ ausgesucht, einen echten Stimmungshit aus den Siebzigern.
Und sie hatte recht, alle fingen an zu lächeln und mitzuswingen, und, ob ihr es glaubt oder nicht, der Regen hörte auf.





Ach, Dogdance macht soviel Spass, wir sind ein wirklich gutes Team, die Chefin und ich. Das fanden auch die Richter und so bekamen wir eine Tüte mit Leckerchen und eine blaue Rosette geschenkt. Toll, soviel Essen für einen so kurzen Auftritt – die Veranstalter waren sehr großzügig, finde ich.

Die Chefin war super-zufrieden mit mir und als ich an einem Verkaufsstand meinen berühmten „Ich-bin-ein-kleiner-niedlicher-Retriever-und-sehr-hungrig-Blick“ aufsetzte, hat sie ohne Murren einen riesigen Ochsenziemer gekauft, den ich danach eisern bewacht habe (Leider musste ich ihn zuhause mit Jack und Ginny teilen, dabei haben die gar nicht im Regen getanzt – voll unfair)


Nächstes mal will ich aber zu „It`s raining again“ tanzen – die Chefin tanzt und ich liege unter einem Schirm, viele Grüße Euer Carlito
P.S.: Hier ist nochmal die ganze Dogdance-Mannschaft: Mio, Pebbels, Mogli und Carlito
