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    18.07.2012, 11:57 Uhr

    Das Welpenonkelchen


    Am Wochenende durfte ich Onkel Sam als Welpenonkel vertreten. Eine große Ehre - als Welpenonkel muss man schließlich Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen, Streitigkeiten unter den Kleinen unterbinden und überall nach dem Rechten schauen.


    Die Chefin war sich ja nicht sicher, ob ich der Sache gewachsen bin, von wegen Pubertät und so, aber hey, ich bin die personifizierte Ruhe, so ein Job meistere ich mit links.

    Merlin wurde als neuer Welpen-Cousin aufgenommen, er machte sich gleich sehr gut.

    Als Welpenonkel muss man sich alle Welpen beziehungsweise Junghunde genau anschauen, prüfen, ob sie korrekt riechen und solche Dinge. Dafür fallen die Kleinen um, der Welpenonkel schreitet heran und beschnüffelt die Zwerge ausgiebig.

    So weit die Theorie!




    Ich war selbst ganz überrascht, wie gut das klappte. Hingehen, Umfallen lassen, Schnüffeln – cool! Woher die Kleinen das wohl wissen? Hat Sam ihnen wahrscheinlich beigebracht.

    Nachdem ich eine ganze Weile wichtig umherstolziert war und alles inspiziert hatte, erklärte ich den Welpenonkel-Job für beendet, hund braucht schließlich auch mal eine Pause, und suchte mir eine nette Junghündin zum Spielen.


    Die kleine Jack-Russell-Hündin Kira war genau mein Typ und wir kullerten über und untereinander, dass es ein große Freude war. Auch als ein kleiner dicker Labi sich ungefragt dazu gesellte und sich mitten auf meinen Kopf setzte, tat dies dem Spass keinen Abbruch – meinetwegen durften alle mitspielen.

    „Carlos, Du bist vorläufig nur ein Welpenonkelchen“, meinte die Chefin, „du bist einfach noch zu albern,“ Und wenn schon, Hauptsache, ich kann mich zwischendurch amüsieren!

    Anschließend musste ich aber dann doch noch ein bißchen weiterarbeiten. Es gab ein paar neue Welpen, die erstmal standesgemäß begrüßt werden sollten.




    Wirklich schicke Mädels, die das mit dem Auf-den-Rücken-Drehen zwar noch nicht so raus hatten, und sich eher schüchtern zur Seite wegdrückten, aber da ist man als Welpenonkel entspannt, das werden sie schon noch lernen.

    Glücklicherweise musste ich keinen Streit schlichten, die Kleinen waren alle entspannt. Dafür muss ich erst noch ein paar Techniken entwickeln, vielleicht Draufsitzen oder so?
    Am Ende der zwei Stunden war ich ganz erschöpft, habe mich vor die Chefin gelegt, ein paar Leckerchen abgestaubt und die Welpen Welpen sein lassen – die müssen auch mal alleine groß werden.


    Fazit: Sam hat einen ganz schön anstrengenden Job, Hochachtung! Kein Wunder, dass er sich manchmal zum Ausruhen ins Carport zurückzieht. Ich werde ihn genau beobachten und alle Tricks und Kniffe von ihm lernen, damit ich auch noch ein echter Welpenonkel werde, nicht nur ein Onkelchen.

    Viele Grüße, Euer Carlito

    P.S: Schaut mal, was für Autos heutzutage schon die Welpencousins fahren – diese Jugend!!