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    09.07.2012, 13:16 Uhr

    Mit Merlin in Selent


    Letzte Woche haben wir mal wieder einen netten Ausflug ins Dorf gemacht. Ich bin sehr für diese Spaziergänge, gibt es da doch immer unzählige Leckerchen und allerlei lustige Übungen.


    Mit dabei waren Merlin und seine Chefin Bettina, super - Spaziergänge macht man am besten mit guten Freunden und zunächst alberten wir rum wie auf dem Schulausflug.

    Mein Freund Merlin ist mit 7 Monaten fast so groß wie ich – zumindest hinten, vorne fehlen noch ein paar Zentimeter. War er bis dato total locker und gelassen, ein wahrer Nachfolger von Welpenonkel Sam, zeigt er sich seit ein paar Wochen plötzlich unsicher, wenn fremde Leute auf ihn zugehen oder er allein mit seiner Chefin unterwegs ist.

    Bevor das jetzt weiter einreißt und der „Kleine“ eine echte Fremdenphobie entwickelt, war ich natürlich gerne bereit, ihm den Rücken zu stärken und ihm mit Retriever-Ruhe zu zeigen, dass die Welt da draußen ungefährlich ist.


    Auf dem Marktplatz angekommen, war es bei Merlin auch sofort aus mit Albernheit und Toben, die vielen Geräusche und die vorbeifahrenden Autos gefielen ihm nicht. Aber das ist normal, meint meine Chefin: In Merlins Alter merken wir Hunde auf einmal, dass die Welt groß und unübersichtlich ist. Was wir als Welpen noch gar nicht überblicken konnten und einfach weggeblendet haben, versuchen wir in diesem Alter zu verstehen. Und da das natürlich nicht klappt (ihr Menschen und eure Maschinen seid einfach nicht zu verstehen), reagieren wir gerne ein bißchen ängstlich. Wenn alle ruhig und gelassen bleiben, nicht aus unangebrachtem Mitgefühl getröstet, sondern vielmehr Schutz und souveräne Ruhe vermittelt wird, kommen wir gut darüber hinweg.


    Ich strahlte also aus allen Poren Ruhe und Gelassenheit aus und schirmte meinen Wäller-Freund vor allen Gefahren ab. Die Chefs setzten sich auf ein Bänkchen an der Hauptstraße und aßen gemütlich ein Eis. Merlin legte sich erstmal dahinter in Sicherheit, aber als er merkte, dass ich vorne Leckerchen bekam und sogar – oh Wonne – den Eisbecher zerkauen durfte, kam er immerhin unter die Bank gerutscht und schaute sich alles an. Das ist doch ein Anfang!


    Hinterher haben wir uns dann bei Bettina erholt und ich habe den Meerschweinchen einen Besuch abgestattet – die machen ja Geräusche wie Quietschetierchen! Leider durfte ich keins mit nach Hause nehmen, das hätte sich in meiner Sammlung mit Schwein und Pinguin bestimmt gut gemacht!




    Stattdessen sind wir auf die Koppel zum Toben gegangen und zu Merlins und meiner größten Freude hat sich sogar Onkel Sam zum Spielen herabgelassen, trotz der Hitze! Wahrscheinlich wollte er Merlin auch zeigen, dass das Leben schön und lustig ist.




    Als Junior-Trainer schlage ich vor, dass wir das nächste Mal das Toben auf den Marktplatz verlegen, dann ist es mit der Ängstlichkeit schnell vorbei. Und für diesen guten Ratschlag bekomme ich ein Meerschweinchen, oder?

    Viele Grüße Euer Carlito