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    26.12.2011, 20:24 Uhr

    Weihnachtsabend


    Weihnachten ist echt der Hammer – mindestens genauso lustig wie ein Halbjahres-Geburtstag oder eine Hunde-Ausstellung – und es gab deutlich mehr zu essen!!

    Vor dem entscheidenden Abend war die Chefin sehr geheimnisvoll, hat die gesamte Wohnung geputzt und hinter verschlossenen Türen mit Papieren und Tüten geraschelt. Wenn ich mal vorsichtig die Lage sondieren wollte, hieß es nur „Raus hier“, oder „Verschwinde, dickes Untier“ - ich war echt beleidigt.

    Doch endlich war es so weit. Die Tür zum Wohnzimmer öffnete sich und unter einem glitzernden bunten Baum lagen lauter Auspack-Geschenke herum. Ginny und ich wollten uns gerade eins auswählen, da scheuchte uns die Chefin schon wieder hinaus und meinte: “Die sind doch nicht alle für Euch, ihr Pappnasen.“


    Warum stellt sie dann Bäume im Wohnzimmer auf und legt Papierpakete auf den Boden?

    Bevor ich der Sache näher auf den Grund gehen konnte, sind wir erstmal Spazieren gegangen – das war das erste Highlight des Tages. Dank des vielen Regens der letzten Tage, sind viele Felder geflutet und ehe noch die Chefin tief Luft geholt hatte, raste ich quer durch einen neu entstandenen See. Ich tauchte und spritzte, dass es die reine Freude war – die Chefs nahmen`s mit Resignation.




    Nach diversen Spurts über die Felder war ich im Auto fast schon wieder trocken – vielleicht noch nicht ganz sauber, aber wer ist das schon dieser Tage?

    Nach Kaffee und Keksen traf sich dann die gesamte Familie vor dem Weihnachtsbaum. Alle waren ganz fein, ich auch, die Chefin hatte solange an mir rumgeschrubbelt und gebürstet, bis ich wieder original-creamy war.

    Es stellte sich heraus, dass die Päckchen unter dem Baum Auspackpakte für Menschen waren. Doch da die Menschen sich mit dem Auspacken schwer taten und sie ja glücklicherweise mehrere Hunde mit einschlägiger Auspackerfahrung zur Hand, äh Pfote hatten, wurde die gesamte Bescherung eine Riesen-Gaudi.

    Mussten sich Jack und ich am Anfang noch um die ersten Papiere streiten, hatte bald jeder einen eigenen Berg an Papier für sich. Ginny entpuppte sich als Meisterin ihres Faches und riß sehr gekonnt das Papier auch von den kleinsten Geschenken.






    Mein Versuch das gesamte Papier in Konfetti zu verwandeln hat nicht ganz geklappt, aber ich war ziemlich nah dran. Und dann, Freude über Freude, bekamen Bosse, Jack, Ginny und ich doch noch jeder unser eigenes Geschenk.


    Einen Weihnachtsteller zum Auffressen und ein Quietschetier und einen Mini-Zahnputzknochen, der Himmer war voller kleiner Weihnachtsmänner, die sangen: “Oh, Du Fröhliche, Oh Du Selige, knochenbringende Weihnachtszeit ...“
    Alle waren glücklich, nur Jack, der Hibbelmors, war viel zu aufgeregt um zu essen. Er hat dann mein zweites Geschenk geklaut und heimlich in seinen Korb getragen.


    Ein Glück, dass die Chefin es gemerkt hat, sonst wären von meiner Ente – stellt Euch vor meine erste Ente – nur Späne übrig geblieben.

    Am Weihnachtsabend war mir das alles egal – ich war so erschöpft, vom Baden und Auspacken und Essen, beinahe hätte ich mein Abendessen nicht geschafft,
    also das mit Weihnachten, das machen wir noch öfter,
    viele Grüße, Euer Carlito


    P.S. Das mit dem nicht geschafften Abendessen war ein Scherz, Essen geht immer!