Am letzten Schultag vor den Herbstferien ist die Chefin mit Bosse und mir in die Schule gefahren. Zunächst war ich etwas überrascht, gehe ich doch schon zweimal in der Woche in die Welpenschule, aber ich bin ja immer lernwillig.
Tatsächlich gab es in dieser Schule weder Bällebad noch Laufsteg, dafür aber jede Menge langer rutschiger Gänge und Treppen. An der Seite von Papa Bosse kein Problem.

Und auf einmal waren wir in einem Raum mit ganz vielen Kindern, die endlich mal wissen wollten, was Hunde so denken und was uns freut und was weniger.
Zunächst hatten Bosse und ich nicht soviel zu tun, die Chefin hat erzählt und, wenn die Kinder mit dem Arm gefuchtelt haben, durften sie auch was sagen. Immerhin wurde ich von ein paar netten Mädchen gestreichelt und konnte es mir so richtig gemütlich machen.

Irgendwann wurde es aber doch zunehmend langweilig, und als Bosse gerade am Eindösen war, dachte ich, ich fordere ihn mal zu einem Spielchen auf.

Gleich gab es einen Anraunzer von Bosse, die Kinder fuhren alle zusammen und die Chefin konnte gleich noch viel mehr Erzählen. Schließlich kam ich dann doch noch zum Einsatz – unter dem Gelächter der Kinder zeigte die Chefin, wie schön ich Lächeln kann, wenn man mir den Bauch krault. Ha – das können Wölfe nicht!!

Danach sind wir auf den sogenannten Pausenhof gegangen. Statt Pause haben Bosse und ich aber gearbeitet und den Kindern vorgestellt, was Hunde so alles drauf haben. Zur allgemeinen Begeisterung habe ich zwei Dummys apportiert und Pfötchen gegeben.

Bosse hat sogar drei Kinder gerettet, die irgendwie auf dem Pausenhof verloren gegangen waren und dringend wieder gesucht werden mussten – wenn ich groß bin, werde ich auch Rettungshund!

Obwohl ich das erste Mal in dieser Schule war, gab es diesmal keine Schultüte, dafür aber jede Menge Leckerchen und Streicheleinheiten, als echter Retriever habe ich das in vollen Zügen genossen.
Wenn das mit dem Rettungshund nicht klappt, werde ich Lehrer,
viele Grüße, Euer gelehrter Carlito