Nach unserem Ausflug in die Heide mussten wir noch eine Weile Auto fahren bis wir in Hannover ankamen. Hier bezogen wir zusammen mit Lea und Hajo ein Hotel in der Nähe unseres Turnierortes. Zu unserer großen Überraschung trafen wir dort unser Töchterchen Allegra und Mopsdame Marla, die wie wir zum Turnier wollten.

Abends gingen die Menschen Pizza essen und wir durften alle mit. Der Kellner musste über alle Hunde steigen, um die Menschen zu versorgen, aber er hat das ganz gut hin bekommen. Lea und Hajo wollten ihn immer knutschen, aber der Mann war Hundefreund und blieb ganz locker.
Im Hotel war es echt gemütlich, nur Ginger war so aufgeregt, dass sie die Chefin nachts wach geschnauft hat und meinte, sie müsse ganz dringend mal raus.
Stellt euch vor, in der Stadt ist es auch nachts ganz hell. Trotzdem hatte die Chefin keine Lust mit uns eine Spaziertour zu machen, denn es regnete und es war ziemlich schmuddelig. Schade, ich hätte mir gerne die „Hannover by night“-Tour gegönnt.
Am nächsten Morgen hatte der Regen sich verzogen und wir machten uns wohlgemut auf den Weg zum Turnier. Auf einem sehr schönen Hundeplatz war der Vorführring aufgebaut und alle harrten aufgeregt der Dinge, die da kommen würden.

Wir waren das Team „Dogdance Nord“, eine bunte Truppe, und die Chefin bemerkte stolz, dass die Retriever die Mehrheit bildeten!


Als erstes starteten die offiziellen Klassen, das heißt viel Adrenalin, aber keine Leckerchen im Ring. Vom „Dogdance Nord“-Team startete Marla als erste mit ihrer Hardrock-Performance. Obwohl sie ihrem Chef tapfer die Ärmel vom Leib riß, war sie nicht ganz bei der Sache.



Auch bei der Chefin und mir fluppte es nicht wirklich: Ich vermisste Ginger und schaute und witterte immer wieder aus dem Ring raus, und als die Chefin merkte, dass ich mich nicht wohlfühlte, bekam sie das große Nervenflattern.


Schade eigentlich, denn meine Tricks schaffe ich auch mit halber Konzentration, wobei natürlich ein bißchen die Eleganz verloren auf der Strecke bleibt. Ganz zum Schluss der Choreo, habe ich mir einfach meine Rose geschnappt, obwohl die noch gar nicht dran war und daraufhin hat die Chefin endgültig den Faden verloren und immer wieder wild „Twist“ gerufen, was ich mit Rose im Maul gar nicht kann. Ich bin dann ein bißchen umher gehüpft, aber wir waren beide froh als die Musik zu Ende war.
Tja, das war`s dann, man kann nicht immer der Sieger sein.
Dafür war Lea um so besser! Sie war super-aufmerksam und hat voller Dynamik und Freude zu ihrer Musik getanzt. Ihre Chefin war so stolz auf sie!



Anschließend gab es eine längere Pause, in der wir spazieren gegangen sind und Gruppenkuscheln veranstaltet haben. So ein Turnier macht ganz schön müde, aber die Chefin hat uns mit diversen Leckerchen und langen Streicheleinheiten verwöhnt.

Und dann war Miss Mollipops dran! In der Klasse „Fun Beginner“ tanzte sie zu “Über 7 Brücken musst du gehen“. Sieben Brücken hatte die Chefin natürlich nicht dabei, aber immerhin eine von unseren kleinen Pyramiden vom Hundeplatz auf die sie mit weißer Farbe eine „7“ gemalt hatte.

Was soll ich sagen, Ginger war der volle Knaller! Ganz ohne Lampenfieber zeigte sie ihre kleinen Tricks unerschrocken und voller Elan. Auf der Brücke kam sie beim Männchen zwar kurz ins Schwanken, aber sie riss sich tapfer zusammen.


Die Richter haben sich sehr über Gingers Choreo gefreut und die Chefin war sehr stolz auf ihren blonden Engel!
Danach kam dann die große Klasse „Fun Open“, in der während der Choreo auch mit Leckerchen und Spielzeug bestätigt werden kann, die aber etwas längere Musikstücke erlaubt, als in der „Fun Beginner“.
Hajo machte seine Sache sehr gut und schaffte einen sehr schönen Hochsprung, Marla umtanzte nochmal ihren Chef, der sich als Huhn verkleidet hatte, und die Chefin und ich waren wieder versöhnt und liefen zur Hochform auf.







Nachdem der offizielle Start so in die Hose gegangen war, freute sich die Chefin über die vielen Sehrgut – Außergewöhnlich in der Bewertung und ich freute mich, weil die Chefin wieder lachte und strahlte und ich wieder ihr bester Carli war!
Zum Abschluss tanzte auch Allegra ihr kleines Gespensterlied. Obwohl es schon spät am Nachmittag war, hat die Maus tapfer ihre Tricks gezeigt und sogar einen schicken Twist zustande gebracht, der mir am Morgen so gründlich in die Hose gegangen war.



Was waren wir müde und kaputt als es nach dem Turnier nach Hause ging, also jedes Wochenende brauche ich nicht so viel Stress!
Aber trotzdem war es toll, dass wir uns in der Fremde so vorbildlich zu verhalten wussten und so brav unser Bestes gegeben haben, wir haben als „Dogdance Nord“-Team den Norden sehr würdig vertreten.
Es grüßt euch, euer weitgereister Carlito