Seid ein paar Wochen habe ich eine neue Freundin. Sie heißt Nelly und ist ein wunderschönes Golden Retriever Mädchen.
Am Anfang dachte ich, die Chefin bräuchte mich für eine Einzelstunde und erwartete eine zickige Gnaddelkuh, die ich dann mit meiner Ruhe und Souveränität zur Vernunft gebracht hätte.

Schnell war ich überaus verwundert, denn Nelly war so fröhlich und lieb, dass ich erstmal ganz aus dem Konzept kam. Als ich merkte, dass die Chefin sich entspannt mit Nelly`s Chefin unterhielt und keine pädagogischen Ratschläge gab, checkte ich endlich, dass wir hier nicht im Dienst waren und besann mich auf meine Kavaliersqualitäten.


Nelly ist ein junges fröhliches Retriever-Mädel, die mir sofort sehr gefiel. Als Mädchen wohlgemerkt, denn läufigkeitstechnisch war noch nichts los.


Trotzdem habe ich mich natürlich von meiner besten Seite präsentiert, wobei Nelly so tat, als interessiere sie sich viel mehr für den Weg mit seinen spannenden Gerüchen als für meine männliche Präsenz.

Beim Fotografieren habe ich mich sehr in Pose geschmissen, und als die Chefin nicht großzügig genug mit den Leckerchen rüberkam, bin ich in den Sitzstreik gegangen. Die Mädels lieben Rebellen!


An einer Knicköffnung habe ich wissend übers Feld gestarrt und so getan, als ob ich genau wüsste, dass hier ab und zu Rehe vorbei schauen. Nelly war aber eher irritiert, weil sie die bunten Silageballen nicht einzuschätzen wusste.

Als wir nach einem Spaziergang wieder auf dem Hof angekommen waren, hat Nelly mich ein bißchen angespasst und so habe ich sie zum Spielen auf den Hundeplatz eingeladen.

Naja, aus dem Spielen ist diesmal noch nichts geworden, denn Nelly fand den Platz so spannend, dass sie lieber Schnüffeln gegangen ist. Ich als Kavalier habe sie natürlich begleitet und nach bester Rüdenmanier ihre Pinkelstellen übermarkiert.


Liebe Freunde, ich liebe mein Rudel – aber manchmal ist es auch ganz schön Klasse, wenn hund eine Freundin ganz für sich allein haben darf.
Ich hoffe auf weitere Spaziergänge, Euer Carlito Casanova
