Leute, die Chefin kommt mit meinem Blog nicht mehr hinterher. Zum einen rennt sie ständig in ihren Garten und pflanzt so unnötige Dinge wie Tomaten und Rotkohl und jetzt ist ihr Computer auch noch über den Jordan gegangen.
Aber ein paar Fotos hatte sie schon vorbereitet, so dass ihr nicht ganz ohne Carlitogeschichten bleibt:

Dieses Jahr fand die große Hundeausstellung in Neumünster schon Mitte Mai statt. Nicht verkehrt, denn so war es nicht ganz so abartig heiß wie in manch vergangenen Jahren. Die Abläufe sind mittlerweile ja sehr vertraut und die vielen Hunde mit ihren Gerüchen und ihrer Aufregung waren mir ziemlich egal.

Unsere Truppe am ersten Tag bestand aus lauter guten Bekannten: Katharina und Thorsten mit ihren Border Collies, Gabi und Allegra, Kerstin mit Lilly und Mex, Jörg und Mops Jule und Iris mit Lea.
Wir trafen uns vor dem Ehrenring, um uns zunächst ein bißchen an die lauten Geräusche und die Atmosphäre zu gewöhnen.



Mein Töchterchen Allegra hat dieses Jahr noch nicht mitgetanzt, aber sie zeigte sich von dem Rummel wenig beeindruckt, und so wird sie nächstes Jahr wohl mit einsteigen.

Sobald über den Lautsprecher Dogdance angekündigt wurde, füllte sich schlagartig die Tribüne mit Leuten. Die Leute freuen sich sehr, wenn wir Hunde uns mit unseren Menschen zur Musik bewegen.
Ganz ehrlich, mir ist die Musik völlig schnurz, aber die Chefin wird dann immer so fröhlich und bewegt sich einfach ein bißchen knackiger als sonst – das schätze ich sehr!

Es lief alles ganz prima! Auch Mex, der dieses Jahr das erste Mal dabei war, guckte zwar hin und wieder ob seine Junior-Chefin noch am Rand stand, war aber ansonsten freudig bei der Sache. Das ist nicht selbstverständlich, denn gerade für einen Hütehund, der ja gerne alles unter Kontrolle hat, sind die vielen Außenreize auf einer Hundeausstellung sehr stressig. Doch Mex konzentrierte sich auf seine „Mama“ und schaffte auch die schwierigeren Tricks mit Bravour.






Während die anderen ihre Choreos tanzten, hatte die Chefin mit mir im Vorbereitungsring schon ein bißchen rumgespasst und so war ich voller Elan, als es endlich losging.

Gut, die Anfangspose habe ich verkackt, weil ich zu aufgeregt war, aber dann kam ich voll in Schwung! Die Leute waren ganz begeistert und haben sogar immer wieder Szenen-Applaus gegeben – dann laufe ich ja zur Höchstform auf!
Ich hüpfte, sprang und apportierte, dass es eine wahre Freude war, und als ich das Strahlen in den Augen der Chefin sah, wusste ich, dass ich es gut gemacht hatte.


Hinterher gab es Pommes und Waffel für alle und die Chefin hat redlich mit mir geteilt, so glücklich war sie. An solche Delikatessen könnte ich mich gewöhnen, das doofe Trockenfutter habe ich dann später auch verschmäht, als Star habe ich besseres verdient!
Wir Retriever haben an diesem Tag gezeigt, dass wir wesentlich mehr drauf haben, als ein bißchen apportieren und Enten herum tragen,
es grüßt euch, euer stolzer Carlito
