Ich hoffe, ihr hattet ebenfalls schöne Weihnachten?
Nachdem wir letztes Jahr fast abgesoffen sind, in anderen Jahren im Schnee getobt oder auch mal schwimmen gegangen sind, feierten wir in diesem Jahr bei Vollmond unter blühenden Kirschen.

Als Mensch würde ich mich über das Wetter wundern, als Hund nehme ich gelassen, was kommt!
Unser Murkel war natürlich mit den weihnachtlichen Gepflogenheiten der Menschen noch nicht vertraut und musste in alles eingewiesen werden.
Da war zunächst der Tannenbaum: Unsereiner liebt Bäume – zum Anpinkeln, Beschnüffeln, Streichhölzer produzieren – was bei den Menschen immer große Aufregung und hektisches Geschrei erzeugt. Ich zeigte meinem Youngster also, wie man sich gesittet vor den Baum setzt und dafür Leckerchen bekommt, nicht ganz unser natürliches Verhalten, aber schmackhaft und jedem Geschrei auf jeden Fall vorzuziehen.

Und was macht Murkel? Guckt wie immer nicht zu, latscht an den Baum ran und beißt sofort rein – dieses Tier denkt wirklich nur ans Essen. Natürlich große Aufregung und hektisches Geschrei, hatte ich ja voraus gesagt, aber auf Vattern hört man ja nicht ...


Danach wurde der Baum sofort ein Stockwerk höher auf den Tisch gestellt, nächstes Jahr macht die Chefin einen neuen Versuch.
Murkelchen war tief betrübt, dass er um seine Experimente („Wie schnell frisst ein Retriever einen Weihanchtsbaum?“) gebracht worden war. Ich erbarmte mich seiner und spielte eine Runde „Ärger den Terrier“ mit ihm. Dafür nehme ich ein Spielzeug, das quietscht, halte es Ginny hin, die es natürlich sofort haben will, und bewege mich dann nicht mehr, bis der Terrier, der die ganze Zeit wütend an dem Spielzeug zerrt, erschöpft aufgibt. Ist immer wieder lustig!

Danach durfte Murkelchen noch eine Runde seinen neuen Schnüffelteppich nach Leckerchen absuchen und eine Runde Family-Catchen spielen, dann war der Tannenbaum vergessen und die Chefin konnte ihn in Ruhe schmücken.



An Weihnachten hatten wir erstens schönes Wetter und zweitens durften wir mit unseren Freunden über die endlich mal nicht matschigen Koppeln toben – ein Super-Geschenk, fanden wir!

Jack machte zur Freude aller den Hasen! Wenn der große Schwarze albern wird, kann er ein ganzes Rudel mitreißen und alle haben soviel Respekt vor ihm, dass es nie zum Mobbing wird.



Sogar Tante Kira geriet ganz aus dem Häuschen und spielte mit. Die alte Dame schont sonst meist ihren Rücken, aber an Weihnachten ließ sie sich von unserem Spass mitreißen.
Zwischendruch durfte auch Murkelman neben seinem großen Idol und Äpfelbeschaffer Jack laufen. Er war so stolz, dass er gar nicht merkte, dass Jack extra sein Tempo für ihn gedrosselt hatte.

Murkel geriet völlig in Ekstase und rannte glücklich über die Wiesen, er ist so voller Glück unser Kleiner!

Danach gingen alle ihren Geschäften nach, was Hunde eben so machen, wenn sie unter Freunden sind: Schnüffeln, Leckerchen erbetteln, Pferdeäpfel fressen und nach dem nächsten Spielpartner Ausschau halten.






Zuhause mussten wir erstmal trocken, bevor wir endlich an unsere Geschenke durften. Jeder bekam ein Päckchen mit Trockenfischen, dass er auspacken durfte. Nur beim Murkel hat die Chefin die Fische ausgepackt – der wollte das komplette Paket auffressen.

Danach spielten wir mit unseren neuen Stofftieren.


Nachdem Miss Mollipops endlich kapiert hat, dass die Dinger viel länger halten, wenn hund sie nicht in Fetzen reißt, haben wir sehr viel Spass mit unseren Tierchen. Für Murkel und mich ist es das Größte, wir wechseln uns immer ab, oder kauen gemeinsam.
Nach einer weiteren Runde „Ärger den Terrier“, ihr wisst Bescheid, hatte Murkel die Spielregeln kapiert und wendete sein neues Wissen an seiner Mutter an – und siehe, er hat haushoch gewonnen!


Schließlich sind wir erschöpft und glücklich eingeschlafen,
Weihnachten ist zwar anstrengend aber sehr schön, findet euer Carlito
