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    04.12.2015, 21:53 Uhr

    Murkels erster Schnee


    Da habe ich dem Murkelmännchen so viel vom Schnee und seinen vielen Freuden erzählt, dass er ganz aufgeregt war, als neulich die ersten Flocken fielen. Am Anfang fand er das kalte Weiß allerdings eher unheimlich – er wollte gar nicht raus gehen, der Murkel steht nicht auf eisige Zehen!


    Aber als er sich ein bißchen überwunden hatte – und die Chefin ihm streng untersagt hatte den ganzen Schnee aufzuessen, machte er sich wohlgemut auf den Weg und ging seinen wichtigen Murkel-Geschäften nach.

    Das bedeutet im Wesentlichen nach Äpfeln und Quitten zu suchen, mit diesen in Sicherheit zu flitzen und sie schnellstmöglich weg zu knurpseln.




    Eine besonders pfiffige Idee ist weiterhin, Jack zu belauern, der ja ein großer Apfelfinder ist, und, sobald der die Chefin anschaut, aus dem Hinterhalt hervor zu stürzen, beiläufig den Apfel zu schnappen und sich ganz schnell vom Acker zu machen.

    Ich habe es dann auch mal probiert, früher hat das bei mir nämlich auch sehr gut funktioniert, aber bei mir hat der doofe Jack einfach den Apfel aufgefressen – er teilt seine Äpfel wohl nicht mit jedem.


    Ginger hat ihr wunderschönes goldenes Fell in die Sonne gehalten und einen ersten Versuch unternommen, den Murkel in die Feinheiten der Mäusejagd einzuführen.




    Aber unser Youngster ist nicht gerade mit Geduld gesegnet und hat sich nach kürzester Zeit den mütterlichen Unterweisungen entzogen, um weiter nach Äpfeln zu suchen.


    Jack hat sich vorsichtshalber schnell vom Acker gemacht, damit ihm nicht noch eine Beute geklaut wird.


    Also musste ich als Erziehungsberechtigter ran:
    Als erstes lernte Murkel wie man einen Schneeengel herstellt. Er war ganz begeistert und raste um mich herum, machte aber keine Anstalten sich neben mich in den Schnee zu schmeißen.


    Wir haben das dann auf das nächste Mal verschoben und ich zeigte ihm kurz und knackig, wie echtes „Herumrasen durch den Schnee“ aussieht.




    Danach wollte ich mit ihm ein ganz und gar männliches Vater-Sohn-Wrestling veranstalten, aber irgendwas ist in unserer Kommunikation in die Hose gegangen.


    Auf jeden Fall ist der Murkel kommentarlos abgehauen!


    Als Vater bin ich der totale Versager!


    Um den Tag zu retten habe ich dem Kleinen gezeigt wo die besten Schafsköttel liegen – und so waren wir schnell wieder Freunde!


    Ginger musste mir dann unbedingt noch sagen, was sie davon hält, wenn ich ihr kleines Herzblatt zu hart ran nehme.
    Im ersten Moment noch sonnig und lieb ...


    … und dann plötzlich die gnadenlose Xanthippe!


    Der Murkel ist dann schon mal nach Hause gegangen – es gab Mittagessen und kein Schnee der Welt hält den Murkel vom Essen ab!

    Es grüßt Euch, Euer ViA (Vater in Ausbildung) Carlito