Der Welpensommer war so überwältigend, dass die Chefin gar nicht dazu gekommen ist, mein persönliches Dogdance-Highlight gebührend zu veröffentlichen: meinen ersten offiziellen Start in der Klasse 1!

4 Tage nach meinem Start begannen bei Ginger die Wehen und der Sommer nahm so rasant und turbulent seinen Lauf, dass keine Zeit blieb, sich in Ruhm und Ehren zu sonnen.
Aber jetzt kommt das Jahr langsam zu Ruhe und so gibt es heute einen kleinen aber feinen Nachtrag.
Eigentlich wollte die Chefin mit mir wieder in der Dogdance-Funklasse starten. „Carlchen, Du arbeitest super, aber wenn vor Dir eine schicke Hündin im Ring gearbeitet hat, bist Du ohne Leckerchen vielleicht ein bißchen sehr abgelenkt, was meinst Du?“ Naja, kann sein, kann auch nicht sein, dachte ich, Dogdance macht mir schon ziemlich viel Spass. Und so beschloss die Chefin am Turniermorgen ganz spontan mich doch noch in die offizielle Klasse umzumelden.

Der „Surfin, Surfin“-Song von den Beach Boys ist ein richtiges Gute-Laune-Lied – die Chefin strahlte, hüpfte und dancte voller Freude durch den Ring, und ich machte einfach mit.



Irgendwo haben wir einen kleinen Teil vergessen, aber das haben die Richter, glaube ich, nicht gemerkt. Am Schluss haben auf jeden Fall alle gelächelt und eifrig auf ihren Zettel gekritzelt, und die Chefin war total begeistert: „Carli, Du warst so gut!!“ Na, das weiß ich doch!
Anschließend waren auch unsere Dogdance-Freunde dran und haben bei schönstem Wetter ihr Bestes gegeben.
Mogli hat sich nicht eingebellt, was seine Chefin sehr gefreut hat – der große Kerl zeigte, dass man auch mit knapp 10 Jahren noch eine flotte Sohle aufs Parkett legen kann.



Jack hat seine Annen-Polka komplett durch gebellt, er ist einfach kein Turniertyp. Trotzdem war die Chefin ganz zufrieden. Unser schwarzes Teufelchen hat nämlich trotz aller Aufregung seine Tricks und Schritte gezeigt, immer hart am Limit aber ohne sich weg zu schreien.

Lea hat einmal mehr gezeigt, dass sie eine Rampensau ist: Sobald die Musik angeht, setzt sie ein strahlendes Lächeln auf und schwebt über den Rasen. Mittlerweile begrüßt sie auch nicht mehr jeden Zuschauer einzeln, was die Nerven ihrer Chefin deutlich schont.


Über Hajo hat sich seine Chefin sehr gefreut: Obwohl das Turnier draußen auf grüner Wiese stattfand, hat er nicht einmal angefangen zu schnüffeln – auch ein Jagdhund kann ein Dogdancer sein!

Danach mussten wir noch eine lange Weile auf die Preisverleihung warten, aber die Chefs sind ja verständnisvoll und wir sind ausführlich spazieren gegangen.
Das ist immer das Beste auf den ganzen Turnieren.
Und dann stellt euch vor – ich habe den zweiten Platz gemacht und eine große Tüte voller Geschenke und Leckerchen gewonnen, ich kam aber gar nicht dazu alles genauer unter die Lupe zu nehmen, denn Jack hat sich sofort alles unter den Nagel gerissen.

Macht nichts – Leckerchen werden bei uns immer ehrlich geteilt, da mache ich mir keine Sorgen.
Das war mein erster offizieller Start, mal sehen, was wir nächste Jahr zustande bringen – ich bin auf jeden Fall bereit, wollen wir hoffen, dass die Chefin auch fleißig übt,
es grüßt euch, Euer Carlito
