Letzten Freitag war es so weit: die Carlitinchen lernten ihre wahre Bestimmung als Golden Retriever kennen – wir fuhren an den See.

Ginger und ich waren mit einem Satz aus dem Auto heraus, die Böschung hinunter und warteten im Wasser auf unseren hoffnungsvollen Nachwuchs.
Die Chefs hatten alle in zwei Transportboxen gesteckt und in dieser verpackten Form wurde nebenbei die erste Autofahrt gechillt gemeistert.
Die Kleinen waren deutlich geduldiger als ihre Eltern und ließen sich einer nach dem anderen gemütlich den Hang zum Ufer hinab tragen.



Am Wasser wurde sofort auf Erkundung umgeschaltet, nichts mehr mit gemütlich und geduldig – in meinen Welpen steckt deutlich das „Carlito Colombo“-Gen. Sie sind zwar nicht gleich schwimmen gegangen, aber vorsichtig wurden die dicken Pfoten ins Wasser gesteckt und an der Seite von Mama Ginger das ganze Ufer erkundet.







Der kleine Lord „Mr. Mini Adriano“ hatte sich gleich einen Platz auf dem Aussichtsbaum gesichert, wusst allerdings nach dem Foto nicht mehr so genau, wie er von da oben wieder runter kommen sollte.


Als ich mich damit abgefunden hatte, dass die Welpen an diesem Tag noch nicht mit mir hinaus schwimmen würden, ging ich meiner zweitliebsten Beschäftigung am Seeufer nach: Stöcke zerbeißen und mich wälzen.
Die Kleinen fühlten sich gleich eingeladen, aber da kannten sie ihren Vater schlecht – meine Stöcke gehören mir, zumindest habe ich meine kleinen Söhnchen Antonio und Carlito Junior ordentlich angeknurrt, es soll mir keiner nachsagen, ich würde meine Kinder nicht erziehen.



Murkelchen und Allegra, die Süße, natürlich nicht, die sind ja auch nicht so frech!
Der tapfere Murkel ist auch im Wasser gewesen. Allerdings hapert es bei dem Kleinen am Orientierungssinn – er wäre beinahe in die falsche Richtung gelaufen und kam schon mit dem Kopf unter Wasser, als der Chef helfend eingriff. Dann hat Allegra ihn liebevoll umgeschubst und der Kleine war pitschenass. Mette hat ihn dann schnell in ein Handtuch gekuschelt und auf den Arm genommen – unser Murkel ist zwar ein tapferer Kämpfer, aber was zuviel ist, ist zuviel!

Die großen Jungs haben sich in der Zwischenzeit an ihrem Vater ein Beispiel genommen und angefangen alle erreichbaren Äste klein zu kauen – das sind meine Jungs!

Ich muss sagen, die Carlitinchen haben alles gegeben!
Sie haben Wettrennen veranstaltet, jede Menge Essbares gefunden und immerhin allle ihre Bäuchlein mit Wasser benetzt, mutige kleine Welpen!


Natürlich waren Ginger und ich immer um sie herum, Ginger eher behütend und begleitend, ich eher für Spass und Action zuständig.


Aber die Kleinen kamen auch ganz gut alleine zurecht, den Carlitinchen ist vor nichts bange.


Als die Welpenschar müde nach Hause gekarrt wurde, hatte der Chef übrigens für uns erwachsene Hunde noch ein echtes Bonbon parat und ist noch einmal ganz ausführlich mit uns Schwimmen gegangen (der wilde Jack wurde extra von zuhause geholt). „Das habt ihr euch verdient, ihr Braven!“, meinte er und da hatte er so etwas von recht,
es grüßt euch, Carlito, der den Sommer mittlerweile ultimativ gut findet – so oft sind wir noch nie schwimmen gegangen!
