Seit ein paar Tagen dürfen die Carlitinchen zunehmend aus der Sicherheit ihres Auslaufs heraus und den Garten erkunden.
Hier treffen sie zwangsläufig auf uns, die erwachsenen Hunde des Rudels.

Wie es sich in einem Rudel gehört, übernehmen wir die Erziehung der Youngsters, jeder auf seine Weise:
Ginny ist, wie nicht anders zu erwarten, eine grantelige Zicke. Solange alles in Erfurcht erstarrt, wenn sie wichtig heran schreitet, ist alles paletti, aber wage es ja keiner der Welpen, die Oma anszuspielen. Dann gibt es den ultimativen Schanuzengriff – und großes herzzerreißendes Welpengeschrei.

Die ersten Male ist Ginger noch gucken gekommen, ob irgendetwas passiert ist, aber sie lässt Ginny völlig frei schalten und walten. Das gibt auch der Chefin die nötige Sicherheit, dass alles im grünen Bereich ist und Ginny hat ja recht – die Kleinen haben es faustdick hinter den Ohren!
Hatte die Chefin noch ursprünglich die Idee, dass die Welpen nachts im Haus übernachten, wurde sie schnell anderen Mutes, als sie merkte, dass die Zwerge abends hechelnd und unruhig in der Wurfkiste herum fuhrwerkten und morgens aus ihrem Auslauf entflohen waren und das Wohnzimmer unter Wasser gesetzt hatten. So ein Wurf kann ganz schön viel Pipi machen!


Die Kleinen hatten übrigens nicht den Hauch eines schlechten Gewissens, sondern spazierten munter wie kleine Touristen auf der Butterfahrt durch die Tür in den Flur hinaus und schauten sich alles an: „Oh, guck mal, das ist ja ein großer Hundekorb, mach doch mal ein Foto.“ oder „Was diese Menschen für neckische Teppiche herumliegen lassen.“, hörte man sie untereinander freundlich erzählen, aber als der erste sagte, „Wo ist hier eigentlich das Klo?“, hat die Chefin schnell alle unter den Arm geklemmt und nach draußen getragen.
Seitdem wohnen die Carlitinchen draußen auf der Terasse bzw. im Gartenauslauf, können rennen und toben wie sie wollen und alles ist im Frieden.

Seitdem die Kleinen draußen sind, hat Jack seinVerhalten übrigens völlig geändert. Hatte man bisher das Gefühl, dass ihm diese piepsenden hilflosen Wesen höchst unangenehm sind, hat er sich jetzt zum Wächter der Prinzen und Prinzessinnen ernannt und liegt den ganzen Tag draußen um sie zu bewachen.
Seine Korrekturen, wenn die Kleinen seinen Knochen oder Spielzeug wollen, sind vorbildlich – der schwarze Teufel kann voll den Pädagogen raushängen.



Ich kann da sicher noch von ihm lernen, aber ich mache meine Sache auch sehr gut, sagt die Chefin.


Zwischendurch fand sie mich fast zu nett, aber ich weiß schon, wann rüde cool sein kann und wann es einen gepflegten Rüffel braucht. Das habe ich damals schließlich von meinem Ziehpapa Bosse gelernt und außer dem finde ich Welpen wirklich witzig.
Morgen gibt es noch wunderschöne Bilder von den Carlitinchen und mir und dem Spieleseil,
seid schon mal gespannt, wünscht Euer Carlito