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    04.08.2015, 21:37 Uhr

    Erste Schritte im Garten


    Um den ersten Schritt in die große Welt ohne Begrenzungen und doppelten Boden mit jedem Welpen intensiv gestalten zu können, hat die Chefin die Carlitinchen einzeln oder zu zweit in den letzten Tagen mit in den Obstgarten unter den Walnussbaum genommen.


    Aus der Sicherheit ihrer Beine heraus konnten die Kleinen sich dem Wunder Wiese behutsam annähern. Das Gras hatte eine fast berauschende Wirkung auf die Zwerge – immer wieder haben sie es durchgekaut und mit komischen Gesichtern runter geschluckt.

    Der kleine Mr. Snow, Antonio Snow, kam aus dem Staunen gar nicht mehr raus, was es alles zu entdecken gab – Giovanni, der auf einmal ganz nah kam, die schnatternden Gänse hinter dem Zaun – instinktiv suchte er nach einem sicheren Hort, einem Fels in der Brandung – und fand mich!




    Also ich bin ja echt der Fels, nur als Klein-Antonio nach einer Milchbar unter meinem Bauch suchte, musste ich mich ganz schön zusammen reißen, um mich nicht schnellstens zu verkrümeln. Glücklicherweise lag Ginger gleich neben mir, so dass der Unterschied schnell geklärt war.


    Nach einem mütterlichen Beruhigungsküsschen war Mr. Snow wieder ganz oben auf und ich konnte mich in meiner Rolle als Fels sonnen.


    Als mir das zu langweilig wurde, habe ich noch kurz mit dem Kleinen rum gespasst, damit er weiß, was er für einen coolen Papa hat – Antonio fand es so großartig, dass er eingepennt ist!




    Anschließend durften die kleine Allegra Grün und Little Miss Brown die Gegend erkunden. Im Duo waren die Mädels gleich viel mutiger!




    Miss Brown ist sowieso sehr stürmisch und sie hatte nicht die leiseste Scheu ihren großen weißen Vater kennenzulernen. Ich habe mich richtig für sie in Szene gesetzt – so ein Lausemädchen braucht schließlich ein paar Typen in ihrem Leben, zu denen sie aufsehen kann.




    Und als dann noch der Nachbarshund im Haus gebellt hat und ich wirklich ein bißchen Spannung empfand, fiel die kleine Maus komplett überwältigt auf den Rücken, ich habe es erst gar nicht bemerkt.


    Klein-Allegra ist fröhlich und unbeschwert und meinte gar, sie könnte ihren Herrn Papa gleich mal munter anspielen.


    Das wäre ja noch schöner – Ehrfurcht sollen die Lütten haben!


    Aber mit Ehrfurcht haben es die Carlitinchen nicht so sehr und so hüpfte Allegra weiter zu dem großen Schwarzen, der geduldig mit seinem Spiele-Apfel auf jemand wartete, der ihm diesen vielleicht werfen würde. „Interessant,“ dachte Allegra sich, „das scheint etwas zum Essen zu sein.“




    Jack sprang entsetzt auf – nicht nur, dass der Welpe in seine heilige Individualdistanz eindrang – er nahm ihm sogar seinen Apfel weg – solchen Herausforderungen ist unser Sensibelchen nicht gewachsen und er schaute völlig entsetzt zur Chefin. „Keine Sorge, Jack – Du bekommst ihn ja wieder“; versicherte diese ihm, und gab ihm das angeknabberte Teil schnell wieder, nicht dass es Tränen gegeben hätte.

    So haben die Welpen jetzt das Rudel kennengelernt und finden sich zunehmend in der Welt zurecht – mit einem Lächeln auf den Lippen und dem Schalk im Nacken,
    so gefällt es mir, Euer Carlito