Heute hat sich wieder gezeigt, was für eine wunderbare Mutter unsere Mrs Mollipops ist: Die Carlitinchen sind ja mittlerweile echte Klopfer – Carlito Junior hat vor ein paar Tagen die erste Waage mit über 2 Kilogramm gesprengt – die kleinen Wonneproppen lutschen Mama Ginger förmlich aus.


Im Liegen ist dies kaum noch zu bewältigen, die Knallbananen stapeln sich schon in mehreren Etagen, wenn es ans Trinken geht. Also hat Ginger – wer hat ihr das beigebracht, welches Gen steuert dieses geniale Verhalten? - in den vergangenen Tagen systematisch ihre Kindlein darauf trainiert im Stehen zu trinken: in immer längeren Intervallen mussten die Blagen die Koordination und Kraft aufbringen auf den Hinterbeinen zu hocken und sich selbständig am Gesäuge zu halten. Zwischendurch hatte Mama immer noch Erbarmen und hat sich gemütlich hingelegt, damit auch die Kleineren genug Milch bekamen.
Die römische Wölfin – das ist unsere Ginger!
Gleichzeitig bekommen die Welpen zweimal am Tag gute Ziegenmilch mit Ulmenrinde – das entlastet Ginger und ist gut für die Verdauung. Die Kleinen danken es mit zunehmender Mobilität: sie sind jetzt nachts schon zweimal aus dem Welpenauslauf ausgebrochen und haben das Wohnzimmer unsicher gemacht – die Chefs sollen mal besser aufpassen!
Im Welpenauslauf gibt es die ersten fremden Materialien und Spielzeuge und siehe – die Golden Retriever apportieren schon mit drei Wochen!

Hier ist es das Braunbärchen, aber die anderen haben das Spieleseil auch schon herum getragen.
Und stellt euch vor, diese kleinen Pökse versuchen schon stubenrein zu sein! Tapfer krabbeln sie in die Pipiecke auf das vorbereitete Küchenpapier und lösen sich dort – der totale Wahnsinn. Was die Chefin von den Wölfen wusste, bestätigt sich bei den domestizierten Hundebabys, es gibt die instinktive Stubenreinheit. Natürlich ist sie noch nicht absolut, aber ein sicherer Anfang ist gemacht!
Heute Nachmittag war dann der ersehnte Moment gekommen – die Carlitinchen kamen zum ersten Mal in ihrem Leben nach draußen auf die Terasse.

Und genossen sie die frische Luft, die vielen neuen Gerüche? Nada – sie stürzten schreiend ihrer Mama ans Gesäuge – nur das gab in diesem wichtigen Moment Sicherheit.

Und Ginger, die Geduldige, ließ sie alle saugen und trinken und sich beruhigen – sie wusste genau, dass dadurch den Kleinen die nötige Selbstsicherheit bekommen würden.
Ich habe mir das ganze von der Sicherheit des Podests angeschaut, hund weiß ja nicht, was so kleinen Wahnsinnigen vielleicht spontan einfällt.

Der Chef hatte den Murkel gerettet, der natürlich nicht an die mütterliche Sicherheitszitze gelangt war, und knurrend allein durch den Welpenauslauf krabbelte, der tapfere kleine Kämpfer. Sobald er menschlichen Schutz gefunden hatte, beruhigte er sich wieder und war wieder ganz neugierig. Ich habe ihn beruhigend angehaucht, das fand er überaus ermutigend.
Später legte sich Ginger tiefenentspannt hin und alle die wollten, durften nuckeln so lange sie wollten – und da kam auch Murkel zu seinem Recht.

Die anderen Carlitinchen fingen nach der Doping-Milch an, entspannt ihre Umwelt zu erkunden. Kein Gequake, keine Aufregung, sondern ruhiges Erforschen – so stellt man sich kleine Entdecker vor!



Die großen Jungs waren besonders forsch und wagten ein erstes spielerisches Gerangel.


Doch nach kurzer Zeit krochen die ersten Welpen wieder zu Mama Ginger an den Bauch oder der Chefin auf den Schoss – so ein allererster Ausflug ist ganz schön anstrengend! Diesen Moment habe ich genutzt um von meinem Podest herunter zu kommen und endlich auch ausführlich gestreichelt zu werden – ich kome dieser Tage gar nicht auf meine Kosten.

Und wer schlief nicht und schnüffelte voller Vertrauen an meinen Beinen längs – Carlito Junior! Innerlich beschloss ich beim ersten Nuckelversuch mit einem Hechtsprung auf mein Podest zurück zu kehren, aber der Junge hatte es drauf, er hat nur ein bißchen geschnüffelt, bevor er sich doch für die mütterliche Nuckelbar entschieden hat.

Wir haben den Ausflug wegen Wegschnarchens der TeilnehmerInnen dann schnell beendet und alle zurück ins Haus getragen – alle lagen im Rudel zusammen und viele Carlitinchen haben wild geträumt – so eine Terasse ist doch ein wilder gefährlicher Ort, den hündchen nur mit Hilfe großer starker Eltern und behütender Menschen überlebt,
die Kleinen sind ja noch so unschuldig und klein,
viele Grüße, Euer starker und beschützender Carlito
