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    15.10.2014, 19:27 Uhr

    Dogdance bei den Tierheilpraktikern


    Neulich waren wir Hunde mal wieder als Dogdancer gefragt. Bei den Tierheilpraktiker-Tagen des THP-Deutschland in Futterkamp waren wir zur Einstimmung der TeilnehmerInnen am ersten Abend eingeladen.


    Vor 70 Leuten ließen wir unseren Charme spielen und mit zunehmender Routine wird unser Programm immer mehr zur Show. Hund wächst ja mit seinen Herausforderungen und der knapp bemessene Raum zwischen den Zuschauern und der glatte Boden ließen uns zur Höchstform auflaufen.




    Zuerst war wie immer Jack Sparrow an der Reihe um die Leute in Stmmung zu bringen. Die Chefin erzählt dem Publikum, was Dogdance so ausmacht und Jack kann mit ein paar Tricks den ersten Dampf ablassen bevor es in der ersten Kür ernst wird.

    Alles klappte, bis auf den Twist auf Distanz, den Jack wegen dem Boden nicht so gerne ausführen wollte: Stattdessen beschloss er einfach unbeirrt weiter rückwärts zu laufen, so dass er plötzlich einer Zuschauerin halb auf dem Schoss saß. Während alles lachte, schaute Jack die Dame nur leicht pikiert an – musste sie da jetzt sitzten, oder was?

    Im Anschluss hat Ginny mal eben kurz alle Herzen erobert, wenn die kleine Dame neben der Tochter der Chefin einher trippelt, bleibt kein Auge trocken. Mette sagte später, dass hätte sie auch noch nie zuvor erlebt, dass sie schon Szenenapplaus bekommen hätte, bevor sie überhaupt angefangen hatte.






    Ich konnte es wie immer überhaupt nicht abwarten, und als ich endlich loslegen durfte, war ich völlig entfesselt.




    Zwischendurch habe ich mir kurz eine neue Kombination aus Twist und High ausgedacht, die ich dann einfach dreimal hintereinander abgespult habe, weil sie mir und dem Publikum so gut gefiel. Ich hätte es bestimmt auch noch ein viertes Mal hinbekommen, aber dann rief mich die Chefin energisch zur Ordnung und ich habe mich wieder brav auf Rolle und Round konzentriert.


    Ach, es ist zu schön, wenn mein Publikum lacht und jubelt!

    Danach hatte Lea ihren großen Auftritt. Sie genoss wie immer das Bad in der Menge und begrüßte jeden der 70 Zuschauer persönlich. Zwischendurch verschwand sie unter den Tischen und ward nicht mehr gesehen.


    Das Publikum amüsierte sich und Lea war so beglückt, dass sie auch in der Kür hier und da einen kleinen Abstecher zu ihren neuen Freunden wagte. Iris machte gute Miene zum frechen Spiel und die Leute lachten über die ungeplanten Zwischenschritte, nach denen Lea immer wieder souverän in die Kür zurück fand und ihre schönen Tricks zeigte.




    Zum Schluss sollte Jack mit seiner Heelwork-To-Music-Performance noch einen würdigen Höhepunkt setzen. Die Chefin zeigte ein paar schicke Fuss-Positionen, damit das Publikum die Schwierigkeiten überhaupt würdigen konnte und begab sich in die Anfangspose.


    Jack war im Bow, sie verbeugte sich und - … - nichts, keine Musik!
    Verflixt! Also schnell zum Ghettoblaster geflitzt, alles wieder eingestellt und zurück in die Anfangspose.

    Erneut verharrte Jack im Bow, die Chefin verbeugte sich und – es ertönte ein Krachen und ein lautes „Scheiße“ von Iris, die aus Versehen an den CD-Player gestoßen war. Das Publikum lag brüllend am Boden und die Chefin musste erneut die Musik in Gang bringen.

    Ende gut, alles gut! Die Kür hatte zwar nicht mehr so viel Plan, aber wurde tapfer zu Ende gebracht.




    So soll Dogdance sein: fröhliche Hunde, die begeisterten Leuten ihr Können präsentieren und nicht die zum Teil leider recht verbissene Atmosphäre auf Turnieren,
    das findet zumindest, Euer Carlito