Nachdem der Hochsommer sich verabschiedet hat, redet alle Welt vom Herbst. Ich glaube, den Menschen steckt noch der letzte Winter in den Knochen, dass sie sich so vor Herbst und Winter fürchten.
Als echter Retriever finde ich jede Jahreszeit Klasse - jetzt im Spätsommer ist für mich zum Beispiel die „Renn-so-schnell-Du-kannst-über Stoppelfelder-Zeit“!

Zu diesem Zweck haben wir uns neulich in freundschaftlicher Runde zum Spazierengehen getroffen. Babette, die gute Freundin von unserer Chefin, wusste genau, wie man einen Spaziergang zünftig einläutet, und gab erstmal eine Runde Wachteleier zur Stärkung aus.


Picco und ich kamen sogar zu doppelten Rationen, weil unsere Mädels glücklicherweise zu etepetete waren, um den Genuss von rohen Eier schätzen zu können.
Nachdem alle sich miteinander bekannt gemacht hatten, ging es los:

Es ist immer wieder genial zu sehen, wie schnell sich eine Gruppe von Hunden zusammen findet. Auch wenn zum Beispiel Cooper und ich uns nicht gerade berauschend toll fanden, vor allem nicht in Anwesenheit so vieler fescher Damen, gingen wir uns einfach aus dem Weg und kamen so dennoch zu unserem Spass.
Meiner lag natürlich im Wasser!

Aber auch die anderen genossen das schöne Wetter, wobei Alter, Rasse und Temperament zu sehr verschiedenen Aktivitäten führten, von albernem Spiel, über Sonnen zu Krokodil-am Ufer-Lauern. Letzteres führte zu einem bedauerlichen Crash, als ich rasant aus dem Wasser rennen wollte und dabei aus Versehen auf das Krokodil Annouk trat. Das gab natürlich eine zickige Abfuhr, aber der Retriever im besten Mannesalter steckt so etwas gelassen weg.



Ausgelassen stromerten wir durch den Wald und plantschten immer wieder ins Wasser, was ab und an zu moderig stinkenden Strümpfen führte.



Nachdem wir den Wald verlassen hatten, wanderten wir entlang der abgeernteten Felder und ich konnte mich nach Herzenslust wälzen und schubbern. Gut, cremefarben sah ich wirklich nicht mehr aus, aber die Chefin hat es gelassen genommen. Carlchen muss auch mal seinen Spass haben!

Und den hatte ich!

Da Jack zuhause geblieben war, konnte ich endlich mal das Gefühl haben, der schnellste Hund der Welt zu sein und raste wie ein vom Affen gebissener Elefant über Stock und über Stein.
Ginger und Ronja waren ganz überrascht, wie wahnsinnig schnell ich war – der Boden bebte förmlich!



Ohja - die „Renn-so-schnell-Du-kannst-über Stoppelfelder-Zeit“ hat es in sich, hoffentlich dauert sie noch ein Weilchen an,
es grüßt euch, euer sehr zufriedener Carlito
