Dieser Sommer stand bis jetzt sehr im Zeichen des Badens – tage- und wochenlange Hitze ließ uns das Spazierengehen auf kleine Runden beschränken und stattdessen eine tägliche Schwimmstunde einlegen. Mit dem Chef zusammen sind Jack und ich weite Strecken in unserem geliebten See geschwommen.

Auch wenn Miss Mollipops zwei Hotspots bekam, ich auf einmal eine entzündete Liegeschwiele hatte und Ginny von den Zerkarien gebissen wurde, wir waren trotzdem unermüdlich. Schwimmen ist so ultimativ großartig, dass wir alle kleine Malheurs dafür in Kauf nahmen.
Neulich haben uns unsere Freunde Lea und Hajo eine neue Badestelle am Lanker See gezeigt – inklusive Badesteg zum Reinspringen. Wir gerieten in völligen Bade-Wahnsinn!

Die Chefs meinten, so irre hätten wir uns noch nie aufgeführt. Kann ich nicht beurteilen – wenn die Chefs die Dummies schnell genug ins Wasser schmeißen, werden wir auch nicht irre.
Zugegeben, da Hajo und Lea auch durch das Wasser rasten und nicht immer ganz klar war, wer welches Dummy holen sollte, haben wir zwischendurch ein bißchen den Überblick verloren.




Ginny, bei der die Chefs gucken mussten, dass sie nicht untergegluckert wurde, trug ihre Dummies immer ins Gestrüpp, wo sie sie dann nicht wieder raus holen wollte.
Ginny wäre ein wunderbarer Retriever geworden: Mit Todesverachtung stürzte sie sich vom Steg ins Wasser und holte die Dummy-Ente aus dem Wasser. Nur mit dem Abgeben hatte sie es nicht so, wenn die Chefin nicht gut aufpasste, versuchte sie die Ente am Ufer immer tot zu schütteln.



Die Chefin wäre nicht die Chefin, wenn sie nicht ausprobiert hätte, wer von uns am weitesten vom Steg ins Wasser springen konnte.
Ginger war sofort raus, weil sie gleich am Anfang unseres Schwimmausflugs aus vollem Lauf vom Steg ins Wasser gesprungen und zum Entsetzen der Chefs komplett untergetaucht war – splish-splash – weg war sie! Doch bevor noch der Chef zur Rettung herbei geschwommen war, kam sie prustend wieder hoch. Unerschrocken, aber vom Steg springen wollte sie dann doch nicht mehr.
Jack, der alte Angeber, versuchte sich im freien Segelflug und wäre fast in die Sonne gesprungen.

Ich versuchte es ihm nach zu tun, aber irgendwie wirkt bei mir die Schwerkraft anders, es platschte zwar sehr, aber bis zur Sonne kam ich nicht.

In der Zwischenzeit hatten sich auch ein paar neugierige Zaungäste eingefunden, die sich wahrscheinlich wunderten, wer da so laut und wild ihre sonntägliche Ruhe störte.


Aber wir ließen uns nicht beirren und sprangen und plantschten, bis wir alle völlig ausgepowert waren.



In meinem nächsten Leben werde ich Seehund,
es grüßt euch euer Dummy-süchtiger, Carlito
