Ich bin wieder da! Die Läufigkeit von Ginger ist Geschichte und wir leben wieder brüderlich und schwesterlich Seite an Seite. Aber im nächsten Herbst, da lasse ich mich nicht mehr auf Tricks à la „Carlchen, willst Du nicht mal bei Merlin mitfahren?“ ein.

Im Vertrauen, ich hatte einen Bombenurlaub! Das ganze Rudel Bischoff, zwei- wie vierbeinig, hat sich total liebevoll um mich gekümmert – ich fühlte mich wie der verlorene Sohn, der endlich heimgekehrt ist.
Jeden Morgen startete ich schon in der Frühe mein privates Wellness-Programm: eine Runde Toben mit meinem Freund Merlin, unterbrochen von ausgiebigem Massage-Wälzen auf Gras oder Pferdeäpfeln. Anschließend stand immer ein Schönheitsbad in einem der Pferde-Wassertröge an, eigentlich habe ich es fast immer geschafft eine angenehme Grundfeuchtigkeit zu erhalten.


Zuhause schlafe ich ja entweder in meinem Korb im Schlafzimmer oder vor dem Bett der Chefin. Im Urlaub war mir mehr nach Höhlenfeeling und so quetschte ich mich immer unter das Bett meiner Pflegechefin Bettina. Problem war nur, dass ich allein nicht darunter hervorkam, sondern jeden Morgen heraus gezogen werden musste. Unter dem Bett ist es jetzt wie gebohnert.

Obwohl Merlin und ich mittlerweile voll erwachsene Rüden sind, haben wir unsere Kinderfreundschaft bewahrt. Wir sind fröhlich miteinander und es gibt nie Streit – auch nicht um Spielzeug. Merlin darf alle Bälle behalten, da ist er eh viel schneller als ich, dafür darf ich seine Kuscheltiere herumtragen – ich mache sie aber auch nicht kaputt!

Sam und Kira, die älteren Herrschaften, sind auch gut mit mir klar gekommen. Ich weiß mich aber auch zu benehmen und war immer höflich und so. Madame Kira hat dann sogar mal mit mir gespielt, eine große Ehre.


Ganz ehrlich, ich wäre sicher auch noch eine Woche länger geblieben, aber als plötzlich die Chefin vor mir stand, habe ich mich doch mächtig gefreut. Andere Hunde verhalten sich eher muffig, wenn ihre Chefs sie nach einer Phase der Trennung abholen, aber ich freute mich aus tiefstem Herzen und habe die Chefin voller Andacht von oben bis unten abgeleckt. Ich musste einfach sicher sein, dass sie wirklich leibhaftig vor mir stand.

So ein Urlaub ist ein großer Spass, wenn man ihn in gewohnter Umgebung bei guten Freunden verbringen darf – ich hoffe, ihr könnt das auch mal ausprobieren,
es grüßt euch, euer nun wieder trockener Carlito