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    08.06.2014, 15:02 Uhr

    Der dritte Geburtstag


    Das Leben ist wirklich hart zu mir! Es ist mein Geburtstag und meine geliebte Ginger ist läufig und paarungswillig. Da liegt es doch auf der Pfote, dass ich als Geschenk ein paar der längst fälligen kleinen Carlitos produzieren darf.

     
    Aber die Menschen sind grausam und verständnislos – sie lassen uns in unserer Leidenschaft nicht zusammen kommen. Dabei ist meine Liebste völlig im Liebeswahn, nicht wie in der ersten Läufigkeit, wo sie noch keinen Plan hatte und verlegen in die Luft starrte oder sich auf ihr dickes fluffiges Hinterteil setzte, wenn ich mich ihr näherte.

     
    Miss Mollipops will diesmal eindeutig zu Mrs. Mollipops werden. Und ich war natürlich sofort dazu bereit. Trotz Agnus casthus-Kügelchen (Mönchspfeffer, wie passend) wäre ich am Feitag sofort auf sie drauf gesprungen, wenn ich nur die Gelegenheit dazu bekommen hätte.




    Stattdessen machte die Chefin einen langen Spaziergang mit uns und dem Rudel ihrer Freundin Bettina und anschließend saß ich plötzlich, weil ich nicht mit der Gemeinheit der Menschen gerechnet hatte, mit meinem Kumpel Merlin im Auto und fuhr mal wieder ins Exil. Aus ist`s mit der Liebe!

     
    Zuhause hat sich Ginger, treulose Tomate, sofort an Jacky rangemacht. Kaum schaut die Chefin für einen Moment zur Seite, lockt sie ihn auf die Koppel oder auf den Hundeplatz und verführt ihn zum Liebesspiel.
    Die Chefin hat es am Anfang gar nicht mitbekommen. Sie wurschtelte in ihrem Garten herum, als ihr plötzlich bewusst wurde, dass sie von allen Hunden verlassen war, was sehr ungewöhnlich ist. Sie ließ ihren Blick schweifen, der plötzlich an Jacks Ball hängen blieb, der verlassen im Gras lag. Jack lässt seinen Ball niemals allein – das gab ihr doch sehr zu denken. Leise schlich sie zum Hundeplatz und linste um die Ecke. Die Situation war eindeutig: Ginger stand wie eine Eins mit zur Seite geklappte Rute und Jack gab sich alle Mühe sie zu beglücken. Als er die Chefin bemerkte, rutschte er sofort mit schuldbewußtem Gesicht herunter, aber Ginger stellte sich sofort wieder direkt vor ihn, nach dem Motto: „Tu es!“




    War es dem Schwarzen am Anfang noch ziemlich unangenehm, ist er mittlerweile echt auf den Geschmack gekommen. Vergessen sind Chefin und Ball, er umturtelt und, reden wir nicht drum herum, berammelt die Blonde voller Lust und vergisst völlig, dass er kastriert ist und eigentlich gar nicht mehr kann.

    Tja, Leute, so sieht`s aus, diesen Sommer gibt es noch keine kleinen Carlitos, aber die Chefin hat versprochen, dass sie es sich im nächsten Frühjahr überlegt. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, Euer liebestoller Carlito