Dieses Jahr ist der Schnee ausgefallen (was ich persönlich sehr schade finde), und so haben wir Ostern bei schönstem Wetter unter blühenden Bäumen gefeiert.
So weit, so gut!

Ihr ahnt es schon, es wurden selbstverständlich wieder passend zum Anlass Osterfotos geschossen. Dabei hätte alles so gemütlich sein können. Wir Hunde aalten uns in der Sonne, chillten nach Herzenslust, da kam die Chefin mit einem Korb bunter aluverpackter Teile.
Wir taten so, als hätten wir nichts gesehen, aber dass nützte uns nichts.

Kurzerhand wurden alle ins „Platz“ geschickt und mit Osterhasen dekoriert. Tapfer konzentrierten wir uns darauf Schokolade und Alu-Papier zu ignorieren, es ist meistens am einfachsten, wenn man der Chefin ihren Willen lässt, das gibt a) Leckerchen und b) ist man dann am schnellsten damit durch.



Doch statt „Oh“ und „Ah“ ernteten wir nur gemurmelte Sprüche wie „Das sieht doch total langweilig aus!“. Unsere Posen reichten Madame Chefin nicht, die hat doch nicht alle Hühner auf der Stange!
Doch auf einmal begann sie zu strahlen (das hätte uns zu denken geben sollen). „Ich hab`doch noch die Marienkäfer, vielleicht kann man mit denen was anfangen?“
Gesagt, getan – schwupps hatte Jack einen Schoko-Marienkäfer auf der Nase. Stand ihm richtig gut.

Von diesem ersten Erfolg angespornt, versuchte die Chefin gleich uns andere auch mit den Teilen zu dekorieren. Die Versuche mit Ginger gingen komplett in die Hose – sie war eindeutig der Meinung, dass man Käfer essen und nicht balancieren soll – Kunstbanausin! Ginny war auch sofort aus dem Rennen, die fand schon den Schokohasen zum K....
Also musste ich mal wieder die Familien-Ehre retten und tapfer Schokokäfer auf der Nase ertragen.


Weil ich mich so geschickt anstellt, wurde die Chefin gleich übermütig und experimentierte mit den Schokohühnchen rum, die aber so wackelig waren, dass ich sie nur mit äußerstern Konzentration auf dem Kopf halten konnte.

„Gut,“ rief die Chefin, „dann machen wir jetzt einen Rekord-Versuch wer die meisten Käfer balancieren kann – strengt euch an Jungs!“




Erst sah es so aus, als würde Jack das Rennen machen, denn auf meinem seidigen Fell, wollten die Käfer nicht hängen bleiben. Außerdem musste ich immer schielen, wenn ein Käfer auf meiner Nase saß und dann wurde mir schwindelig und dann habe ich die Teile liebe schnell mit der Pfote runtergewischt, aber schließlich hatte ich den Bogen raus:
Erst zwei, dann drei und zum Schluss sogar vier Käfer konnten Jack und ich balancieren – könnt ihr ja selbst mal probieren, das ist echt nicht einfach!


Hinterher waren wir fix und groggy. Ich dachte Feiertage sind dazu gedacht, dass man sich ein bißchen vom Stress des Alltags erholt, aber unsere Menschen kommen an solchen Tagen immer auf die bizarrsten Ideen.
Mal sehen, was sie sich nächstes Jahr ausdenken,
schöne, geruhsame Ostern, wünscht euch, Euer Carlito
