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    21.03.2014, 18:59 Uhr

    Runzelgesichter


    Vor ein paar Wochen bekamen wir sehr netten Besuch von Stine und ihrer Chefin Babette. Stine ist eine heimliche Liebe von mir, leider erwidert sie meine zarten Gefühle bis jetzt noch nicht, aber das wird schon noch …

      
    Es ist doch klar, dass so ein stattlicher großer Retriever ein wenig überwältigend wirkt, aber im Grunde ihres Herzens findet Stine mich bestimmt ganz großartig.

    Bei diesem Besuch wurde von den Hunden sehr viel gespielt und von den Menschen sehr viel fotografiert – alle hatten ihren Spass!

      
    Wenn wir Hunde uns richtig mögen, nehmen wir uns beim Spielen sehr viel heraus, da wird geknurrt, geschnauft und die schönsten Runzelgesichter gezogen. Gerade wir Retriever haben da die tollsten Möglichkeiten.

    Auf dem Spaziergang haben vor allem Jack und Ginger gespielt. Stine möchte in der freien Natur natürlich jagen und ergeht sich im Nasenkino und ich muss alle Hundemarken durchschnüffeln und übermarkieren, bin also auch nicht so für`s Spielen zu haben.




    Jack ist seit seiner Kastration wieder richtig jung geworden und lässt keine Möglichkeit aus mit seiner Kumpanin Ginger durch die Gegend zu flitzen.
    Plötzlich merkte er allerdings, dass er – durch die Kamera – verfolgt wurde, und reagierte vorsichtshalber beschwichtigend.




    Erst als er erkannte, dass niemand ihn und sein Mädchen bedrohte, wurde er wieder lustig.

      
    In der Zwischenzeit hatte ich ausgeschnüffelt und überlegte gerade, ob ich nicht doch eine Runde mitrennen sollte, da wanderten wir leider schon weiter.

      
    Zurück zu Hause auf dem Hundeplatz ließen Jack und Ginger mich doch tatsächlich zunächst nicht mitspielen – ich war ganz geknickt.

      
    Aber da war ja noch Stine, die ich beglücken konnte, was mir den Namen „Herr Specht“ eintrug. Beharrlich wie ein Specht pickte ich sie immer wieder spielerisch gegen die Schulter. Leider empfand sie diese Annäherung eher als plump und auch meine Ohrenküsschen verpufften.

    In der Zwischenzeit probte Ginger, oder auch „Frau Inge“ wie sie jetzt mitunter liebevoll genannt wird, ein Runzelgesicht nach dem anderen. Altdeutschen Hütehunden ist diese Fähigkeit deutlich weniger gegeben.




    Aber dann hatte ich die Nase endgültig voll – von der heimlichen Liebe verschmäht, hatte wenigstens Miss Mollipops nicht fremd zu gehen. Energisch stürzte ich mich in den Kampf und übernahm das Kampfeszepter. Jack streckte schnell die Waffen und suchte sich einen Ball.

      
    Ginger und ich runzelten aus vollster Seele, Retriever haben eine ganz eigene Art zu spielen. Über und unter einander kugeln, mit Ganzkörpereinsatz und deftigem Ohrenlangziehen – von uns könnte sich mancher Wrestler eine Scheibe abschneiden!





    Lebt wild und gefährlich, Euer Rambo-Carlito

      
    P.S. Vielen Dank an Babette für die tollen Bilder!!