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    19.11.2013, 20:36 Uhr

    Im Exil


    Leute, ich sage Euch – im Exil ist es total Klasse!! Warum in Urlaub fahren, wenn man doch ins Exil kann?
    Als Exilant bekommt man wundervolles Essen, dreimal am Tag, wird von vorne bis hinten durchgeknuddelt – weil man ja der arme fortgeschickte Exilito ist – und alle Zwei- und Vierbeiner stehen bereit um einen aufzumuntern.

      
    Klar, am ersten Tag habe ich noch sehr an meinem Liebeskummer zu Knabbern gehabt – der Angebeteten entrissen, der Chance viele kleine Carlitos zu erzeugen beraubt – ich saß nur auf der Koppel und habe Trübsal geblasen.




    Aber schon abends hat mein guter Kumpel Merlin beschlossen, dass nichts besser gegen schlechte Laune hilft, als ein anständiger Ringkampf und ist, ohne Rücksicht auf meine zarten Gefühle zu nehmen, über mich hergefallen.

    Eine Weile habe ich noch still gelitten, dann aber habe ich mich zusammen gerissen, den Carlinator angeschmissen und Merlin ordentlich zur Burst genommen.

      
    Und er hatte recht: Nach ein paar Runden lautstarkem Freestyle-Wrestling ging es mir deutlich besser. Sollen mir die Weiber doch den Buckel runterrutschen!

    In den nächsten Tagen habe ich mit Merlin einen stillen Wettkampf geführt, wer als erstes dem Hörnchen den Kopf abbeißt und wer häufiger auf dem Schoß bzw. im Bett liegen darf. Ich würde sagen, ich war klarer Sieger nach Punkten.




    Vielleicht war Merlin aber einfach nur nett und wollte mich trösten. Wenn dem so ist, ist seine Strategie voll aufgegangen.
    Die Stressfalten glätteten sich und dank bester Verpflegung nahm ich auch wieder ein bißchen zu.

      
    Ich habe mir natürlich auch Mühe gegeben und den weltbesten und bravsten Retriever gemimt. Nur das Spielzeug ist beim Bekauen kaputt gegangen – das war aber keine Absicht!




    Am Wochenende wurde auf der Koppel fleißig gebaut und ich habe die ganze Zeit mitgeholfen. Ich war sehr fleißig, habe alles kontrolliert bis mich die Menschen völlig entnervt verscheucht haben. Danach habe ich Merlin gezeigt, wie man Pfosten auf eine exakte Länge einkürzt, aber das war dann auch nicht richtig – die Menschen wissen auch nicht was sie wollen: Da jammern sie über die viele Arbeit und wenn man ihnen hilft, ist es auch nicht recht ...




    Egal, mit Merlin, Kira und Sam habe ich soviel Spass gehabt, dass ich bestimmt bald mal wieder ins Exil gehe – ich weiß ja jetzt wie es geht: einfach ins Wohnzimmer k...., und schon werde ich per Express abgeholt.

    Das sollte zu schaffen sein,
    bis bald Euer Carlito