Es ist vorbei! Bevor ich mich in die höchsten Himmel aller Seligkeiten aufschwingen konnte, wurde ich ins Exil geschickt.

Nachdem ich die ersten 10 Tage sehr entspannt auf Ginger`s Läufigkeit reagiert hatte – die Chefin meint, fast zu entspannt, ich wäre rumgelaufen, als hätte ich gekifft – schlug just mit dem Beginn der Stehtage alles ins Dramatische um.
Die Chefin kam morgens ins Wohnzimmer, wo ich, ausquartiert aus dem Schlafzimmer, zusammen mit meinem Freund Jack den Morgen der (Wieder-)vereinigung kaum erwarten konnte. Vor lauter Aufregung war mit ein kleines Malheur unterlaufen – oder vielleicht auch ein größeres, wenn man die Chefin fragt. Auf jeden Fall hat sie kurz überlegt, ob sie das ganze Wohnzimmer renovieren muss und der gute Teppich auf den Müll kommt.
War doch nur Durchfall, aber die Menschen sind ja so empfindlich! Aber es war wohl der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte und mittags fuhr ich, begleitet von meinem treuen Freund Merlin, ins Exil.
Ich gebe zu, ich war kurz vor dem Durchdrehen – ein so schönes, fantastisch riechendes Mädel ständig direkt vor der Nase, es war zum Heulen. Na, ich heul` ja nicht, aber gejammert habe ich schon ein klein bißchen.
Und nun bin ich im Exil, fresse dreimal am Tag, um endlich wieder ein bißchen was auf die Rippen zu bekommen, trainiere mit Merlin so oft es geht den Nahkampf und versuche die große Liebe meines Lebens zu vergessen.
Ob sie noch an mich denkt?
Wer weiß? Euer Carlito, am fünften Tag seines Exils
