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    06.08.2013, 13:32 Uhr

    Gingers erste Heldentat


    Was ein Sommer! Sonne satt und ein See direkt vor der Haustür – was will der Retriever mehr?
    Fast jeden Tag fahren wir ans Wasser und apportieren mit viel Getöse und Gespritze unsere Dummies.

      
    Letztes Jahr war ich mit größeren Schwimm-Distanzen ja noch ab und an überfordert, aber jetzt kraule ich als Routinier durch die Fluten.
    Unsere Prinzessin ist da noch deutlich vorsichtiger, sie schwimmt zwar wie ein Profi, aber sie möchte ihr Dummy doch noch gerne in übersichtlicher Distanz vom Ufer, sonst dreht sie ab.

      
    Als echter Jungspund findet sie es mindestens genauso lustig mit den Menschen durchs Wasser zu rennen oder herumliegende Stöckchen zu Streichhölzern zu verarbeiten.




    Ich war mit Sicherheit nie so albern, ich hatte immer nur die wahrhaftige Dummy-Arbeit vor Augen.
    Allein dadurch ist es zu erklären, dass es Ginger und nicht mir gelungen ist, eine wahre Heldentat zu vollbringen:

      
    Wie auf dem Foto nachgestellt, waren Jack und ich voll auf den Horizont konzentriert, wohin die Chefin mit großem Schwung unsere Dummies schmiß. Dabei plumpste unbemerkt – beziehungsweise fast unbemerkt - die heilige Kamera, platsch, ins Wasser. Die Chefin nahm die Bewegung wahr, schaute nach unten, aber da war es schon passiert. Doch bevor sie sich noch gebückt hatte, war schon der rotblonde Kopf von Ginger im Wasser verschwunden und holte das gute Stück wieder an die Wasser-Oberfläche.
    Wow, die Kleine hat es echt voll drauf!! Nur ihr ist es zu verdanken, dass sowohl die Speicherkarte mit den unersetzbaren Urlaubsfotos überlebte, als auch die Kamera selbst, die nach einigen Tagen der Trocknung wieder voll einsatzfähig war. Ich wusste doch, dass es gut ist, einen zweiten Retriever im Haus zu haben!

    Carlito Colombo übt sich unterdes im Richtungseinweisen. Nachdem es mit dem Schicken zum Dummy im Obedience-Kurs schon einige Fortschritte zu verzeichnen gibt, lässt sich diese neue Fähigkeit wunderbar auf das Schicken zu völlig unkontrolliert in die Uferböschung geschmissenen Dummies übertragen. Selbst Jack bekommt da regelmäßig das Staunen.





      
    Mittlerweile sind die Temperaturen auch für Ginny akzeptabel und sie schwimmt wie eine kleine Rakete durch das Wasser. Sie kann sich glücklicherweise auch darauf verlassen, dass wir großen Hunde sie dabei nicht stören, denn das könnte tatsächlich für sie gefährlich oder zumindest beängstigend werden. Aber so bekloppt wir uns am Wasser auch verhalten – Ginny wird sorgsam in Ruhe gelassen, wenn sie schwimmt.




    Eigentlich gibt es beim Schwimmen nur einen Wermutstropfen – man muss irgendwann damit aufhören! Mein neuester Trick ist, mich einfach ins Wasser zu legen und auf stur zu schalten. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie das die Chefs auf die Palme bringt.

      
    Aber im Wasser ist es ziemlich sicher, da kommen sie einem nicht so schnell hinterher.
    Es grüßt euch, euer wassertoller Carlito Colombo