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    13.03.2013, 19:40 Uhr

    Total eingeschneit


    Hurra, doch kein Frühling!! Wir sind total eingeschneit! Die Menschen jammern, doch die Hunde frohlocken. Jeden Morgen tobe ich durch das herrliche Weiß, wälze mich ausgiebig und rase herum, als wäre ich ein Springböckchen.

      
    Ich glaube, ich erwähnte schon ab und an, dass ich den Schnee über alles liebe – mein zweiter Name ist „Polar Bear“.
    In den letzten Tagen habe ich den Schnee allerdings in einer neuen Dimension kennengelernt: Unser Plattenweg ist durch Schnee und Wind in ein Winterwonderland verwandelt worden, total verweht und wenn hund nicht aufpasst, ist man auch ratzfatz komplett versunken.

      
    Während an mir als Retriever mit meinem Otterfell kaum Schnee haften bleibt, sieht Jack immer gleich aus wie ein Schneemann.




    Ach, was sind wir gerannt – im Tiefschnee gibt es nur eine Gangart: Galopp-Total, alles andere wäre erstens uncool und zweitens würde man auch steckenbleiben. Ginny-Zwergenbein musste die ersten Tage zu Hause bleiben, für sie war absolut kein Durchkommen.

      
    Die Chefin hatte nach dem ersten Maulen, dass sie endlich in ihren Garten will und dass die armen Schneeglöckchen erfrieren, auch richtig Spass und ließ uns Stöckchen aus dem Tiefschnee fischen. Ich glaube, seit ihre Kinder zu pubertär für Tobereien im Schnee geworden sind und keine Schneemänner mehr bauen wollen, ist es für sie besonders schön, dass wir Hunde immer für Spass im Schnee zu haben sind. Sie wird dann auch von Minute zu Minute immer alberner.




    Wahrscheinlich hat sie sich deshalb auch die Idee mit der Ersteigung der Fargauer Nordwand ausgedacht.
    Wir mussten Sitz-Warte machen und sie hat den Stock auf die höchste Schneewehe geworfen, die sie finden konnte.




    Auf „Bring“ stürzten Jack und ich vor. Jack war natürlich schneller und sprang mit einem riesigen Satz auf die Schneewehe, dabei brach der ganze Schneerand zusammen und mir ins Gesicht. Mein toller Sprung landete mitten im Nichts und ich hing senkrecht in de Schneewand. So ein Mist!

    Ich hüpfte, kämpfte und kratzte, woraufhin immer mehr Schnee nachgab, während Jack sehr genüßlich den Stock vor mir schwenkte.

      
    Ich habe meinen Frust dann in Schnee ertränkt und wäre bei meinem wilden Schneeengel-Gehampel beinahe erneute von den Schneemengen verschüttet worden.

      
    Hoffentlich bleibt der Schnee jetzt solange, bis es warm genug ist, dass wir baden können,
    es grüßt Euch, Euer Polar-Bear-Carlito