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    04.03.2013, 15:09 Uhr

    Hund unter Lämmern


    Auch wenn man es kaum glauben mag, der Frühling kommt! Oder vielleicht fällt er dieses Jahr ja auch aus, auf jeden Fall aber kommen die Lämmer!

      
    Ich liebe Schafe! Sie riechen gut, lassen wunderbare Köstlichkeiten fallen und bekommen ständig Brot, Äpfel und Möhren, die ich furchtbar gerne fresse. Wenn nichts zu essen da ist, kann hund sich auch wunderbar in schäflichen Hinterlassenschaften wälzen, Stöcke suchen oder im kleinen Weiher planschen - die Schafweide ist ein Quell unendlicher Freude!

    Die Chefin nimmt uns immer mit, wenn die Schafe gefüttert und gezählt werden, denn es ist Lammzeit und man weiß nie, wie viele Schafe man morgens antrifft. Jack ist natürlich ganz brav und macht einen auf Hütehund, während ich versuche, mich unerkannt unter die Schafe zu schummeln und mit zu schnabulieren. Manchmal klappt das auch, aber meistens schimpft die Chefin sofort: „Hau ab da, Carlos, lass die Schafe in Ruhe fressen!“




    Ach, und die Lämmer! Zu lustig, wie sie quäkend durch die Gegend hüpfen. Am liebsten möchte ich immer gleich mit hüpfen, aber das ist natürlich verboten. Wenn sie noch klein sind, schaffe ich es wenigstens sie abzulecken, aber nach ein, zwei Wochen rennen sie dann weg und ich bin ganz enttäuscht.

      
    Die gute Brownie hat dieses Jahr wieder 2 Prachtburschen zur Welt gebracht, ganz ohne Hilfe, als wir morgens kamen, waren die Kleinen schon trocken geleckt und hatten die mütterliche Milchbar entdeckt.

      
    Ich bin natürlich gleich hin, um erste Freundschaft zu schließen.

      
    In meiner ganzen Liebe habe ich allerdings nicht bemerkt, dass die olle Brownie Golden Retriever nicht am Popo ihrer Kinder wünscht, und so – oh Schreck, oh Graus – wurde ich, Carlito Colombo, Herzensbrecher und Schwerenöter, gänzlich unerwartet von einer Schaf-Furie aus den Schuhen gehauen.

      
    Ich war entsetzt! Und beleidigt!

      
    Schafe sind so was von blöd!!




    Voller Frust habe ich mir einen großen Stock gesucht und ihn wütend zu Tode geschüttelt. Die können mich mal, die Schafe!

      




    Nur mein einziger Freund Jack tröstete mich, die doofe Chefin hat sich kaputt gelacht, die soll mal ihre Schafe besser erziehen!

    Leute, seid wachsam, Schafe sind viel gefährlicher als sie aussehen, geradezu heimtückisch, als Freunde gänzlich ungeeignet.

      
    Es grüßt Euch, Euer gekränkter Carlito