Die Menschen lassen es krachen – und wieder hat ein neues Jahr begonnen!! Warum sich gestern und heute deswegen unterscheiden, können sie nicht wirklich erklären – warum jetzt alles anders und besser wird erst recht nicht, aber bitte, hund schweigt und lässt alles in Ruhe auf sich zu kommen.

Die Leckerchen-Quote wird auf keinen Fall heruntergesetzt, da bestehe ich drauf, aber Spaziergänge dürfen ruhig noch länger, weiter und spannender werden, die Chefin soll sich gern ein bißchen anstrengen, ansonsten bin ich ganz zufrieden wie es gestern und vorgestern und vorvorgestern war.
Meine Ziele sind eigentlich die gleichen wie letztes Jahr: größer werden, schneller werden und kein Essen verkommen lassen.
Ich habe die Menschen im Verdacht sich mit Silvester einfach nur einen weiteren Grund gebastelt zu haben, um einen weiteren Abend mit Schmausen und Trinken und Herumalbern verbringen zu können. Kein Problem, solange genug für die kleinen vierbeinigen Freunde abfällt, dürfen sie gerne jeden Tag Silvester und Neujahr feiern – ich esse, pardon, feiere gerne mit!
Bevor es diesmal so richtig losging, durften wir Tiere uns erstmal so richtig in Schale werfen. Jack und ich sind ja mittlerweile ganz gut geübt, was so Schnickischnacki-Hüte angeht, nur dass die festlichen Zylinder bei Jack einfach nicht richtig halten wollten.



Auch im Liegen wurde es nicht wirklich besser, das verdammte Teil rutschte meinem Jacky immer vom Ohr. Die Chefin musste immer wieder nachbessern, während der stoische Retriever seinen Hut auf dem Kopf hielt … und hielt … hielt.



Nur die Sabberspuren auf dem Boden zeigten, dass ich irgendwann wirklich dringend ein Leckerchen brauchte.
Danach war es glücklicherweise deutlich einfacher – Doppel-Down machen wir doch mit links.

Aber dann kam die Prinzessin ins Spiel. Und Prinzessinnen machen immer ihre eigenen Spielregeln. Bis die Chefin „Madame auf der Erbse“ Ginny zwischen uns Jungs platziert und ihr Party-Hütchen halbwegs hielt, waren Jack und ich echt genervt und dann hat sie auch noch meinen Zylinder zerquetscht. Unsere Jack-Russell-Queen soll im neuen Jahr mal lieber ein bißchen abnehmen und nicht so etepetete tun, die will doch nur Leckerchen abstauben.


Da wird der geduldigste Retriever zum Stier, wenn neben ihm ständig Leckerchen verteilt werden, während man selbst tapfer und stundenlang die dämlichsten Hüte spazieren trägt – ist doch wahr!
Aber die Chefin säuselt und der Retriever spielt mit – ich bin zu gut für diese Welt.

Nach diesem Gruppenbild mit Dame hatten wir erstmal ein bißchen Pause und Yasha, unser Freund aus Berlin, durfte sich in Szene setzen. Auch im Senioren-Alter macht das Foto-Posen Spass und für ein paar Snacks lässt Yasha sich auch mit rosanem Schirm-Mützchen ablichten – das nenne ich wahre Souveränität.


Zum großen Finale packte die Chefin dann noch ein paar Space-Brillen aus, bei denen ich mich echt fragte, wer so etwas denn aufzieht, wenn er keine Leckerchen dafür bekommt. Die spinnen die Menschen! Als wir allerdings noch ein kleines Kunststück mit Brille ausführen sollten, waren Jack und ich ganz schön gefordert. Die verflixten Teile rutschten und es war ganz schön knifflig, sich auf den Trick zu konzentrieren, während man den Kopf nicht bewegen durfte.





Anschließend waren wir alle ganz froh, dass die Menschen sich den Rest des Abends allein beschäftigen konnten – ist doch ganz schön anstrengend, so ein Foto-Shooting.
Sie feierten, wir schliefen, sie ballerten rum, wir aßen Schweineohren, ein wirklich gelungener Abend,
ich hoffe, Ihr konntet Silvester genauso genießen wie wir, alles Gute im Neuen Jahr für Euch und Eure Zweibeiner,
Euer Carlito
