Eins ist klar, Weihnachten gehört zu den arbeitsreichsten Tagen des Jahres. Als Hund ist man ganz schön gefordert:

Rauf auf die Remise Weihnachtsbaumschmuck holen, runter von der Remise, rauf auf die Remise vergessenen Weihnachtsbaumständer holen, runter von der Remise. Spazierengehen auf schönen Wegen, denn die Chefin hat frei.Weihnachtsbaumschmücken, beziehungsweise rausgeschmissen werden, damit die heiligen Strohsterne nicht aufgefressen werden. Essen einkaufen, Essen rein tragen, Essen anschnüffeln, wieder rausgeschmissen werden.
Bis es endlich Abend wurde, waren wir Hunde völlig geschafft. Und dann ging es ja erst richtig los: Die Menschen sind ja so hilflos ohne uns, und wenn sie mich und Ginny nicht gehabt hätten, wären sie jetzt wahrscheinlich immer noch dabei ihre Geschenke mühsam aufzumachen.


Dank unserer Hilfe wurde aber jedes noch so gut verpackte Geschenk ruckzuck von störendem Papier befreit. Ohne falsche Bescheidenheit kann ich sage, dass meine Konfetti-Produktion auch unter Großkampfbedingungen perfekt läuft.
Niedlich, die Menschen hatten sogar Geschenke für uns: Ganz gerecht bekamen wir Hunde alle einen neuen Ball und was zu knabbern. Nicht dass uns das interessiert hätte, wir wollten sowieso immer nur das, was der andere hatte und versuchten es uns gegenseitig unter wildem Geknurre zu klauen. „Die spielen nur“, wurde der entsetzten Omi erklärt, „ an Weihnachten wird eben alles geteilt.“



Am nächsten Tag fuhren wir zu Lea und Hajo und zum Entsetzen der Chefin ging ich mitsamt neuem Halsband in der Schwentine baden. Danach war sie allerdings ganz überrascht, mal wieder meine Originalfarbe zu sehen, bei Matschwetter vergraue ich immer ein bißchen.

So richtig fluffig und plüschig sah ich aus (hielt auf dem nächsten Spaziergang allerdings nur 5 Minuten vor).

Heute fiel der Chefin auf einmal ein: „Mensch Carlos, ich hatte doch noch ein Geschenk für dich!“ Mit viel geheimnisvollem Getue ließ sie Jack und mich ins Wohnzimmer und da lag etwas großes, graues Unheimliches vor dem Weihnachtsbaum.

Vorsichtshalber ließ ich Jack erst mal die Voruntersuchung vornehmen und schaute mir das Etwas aus sicherem Schutz zwischen den Knien der Chefin an. Doch dann fiel der Groschen! Ein Maxi-Eli!! Ich war hin und weg!



Ein Elefant im Büffel-Format, ich konnte ihn kaum in meinen Korb schleppen, so groß war er. Leider wollte Jack ihn mir einmal wegnehmen, was ich natürlich nicht zulassen konnte und nun hat er schon ein kleines Loch – aber die Chefin hat gesagt, dass kann man stopfen.
Weihnachten ist so cool, Euer völlig erschöpfter Carlito
