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    07.11.2012, 12:25 Uhr

    Baby on Board


    Letzte Woche bekamen wir überraschend Besuch.

      
    Die kleine Goldie-Maus wurde von ihrer Besitzerin bei uns zwangsgeparkt, weil sie unvorhergesehen kurzfristig verreisen musste.

    Während Ginny und Jack sich vornehm zurückhielten – man weiß ja nicht, ob so ein kleines Ding vielleicht doch komplett hier einziehen will – ernannte ich mich sofort zum Babysitter. Meine Züchterin hat mal gesagt, dass liegt daran, dass ich Sternzeichen „Löwe“ bin, Löwen sind immer ganz babyvernarrt. Also ich hätte mit Löwencharakter eher mein stolzes und erhabenes Wesen umschrieben, aber bitte. Hauptsache ich kann kleine Welpen bespassen.

      
    Das „Püppy“ war überhaupt nicht schüchtern und das Welpengitter war eher dafür da uns vor ihr als umgekehrt zu schützen.
    Sie kam gleich ganz ungeniert auf mich zu, schnüffelte und, obwohl ich mich cool und gelassen gab, kläffte mich an. Erst als ich mich zu voller Größe aufrichtete, ging sie dezent in Deckung.




    Draußen im Garten hatte ich sie vorsichtshalber scharf im Auge, man weiß ja nicht, was so kleinen Youngsters in den Kopf kommt. Prompt beschloss Püppy auf unser rotes Huhn loszurennen, dass ihr gleich einen deftigen Schnabelhieb versetzte. Da war das Geschrei groß, aber an meiner Seite traute sie sich dann doch wieder an die rote Berta heran.

      
    Jack und ich haben dann die weitere Führung durch den Garten übernommen und dem Baby gezeigt wem was gehört – Bälle gehören alle Jack, Knochen gehören alle mir, Babys gehört alles was große Hunde nicht interessiert.




    Weil Püppy sich wirklich sehr verständig zeigte, habe ich ihr noch einen Grundkurs im Apportieren gegeben und ihr vorgeführt, wie man eine Gießkanne durch die Gegend tragen kann. Sie will das bei sich zuhause auch mal ausprobieren.




    Im Haus bekam die Kleine zum Abschluss noch einen Crash-Kurs im Konfetti-Produzieren: nachdem sie nämlich zarte Versuche unternahm in die Küchenschränke zu beißen, meinte die Chefin, ich solle Püppy schnellstens zeigen, was man hier im Haus zerknabbern darf und was nicht. Kein Problem, da helfe ich gerne!




    Die Nacht war ganz ruhig, dank meiner beruhigenden Anwesenheit hat die Maus ohne einen Mucks in der Küche geschlafen und sogar bis zwanzig nach sieben durchgepennt.

    Vielleicht wünsche ich mir so einen kleinen Hund zu Weihnachten, macht echt Spass,
    viele Grüße Euer Carlito