• CarloTop.jpg
    [ Home ]
    16.09.2012, 22:27 Uhr

    So blau ist das Meer!


    Der Sommer geht dem Ende zu und das Wetter wird besser! Warum das so ist weiß keiner, aber wir Hunde denken über so was auch nicht groß nach – wir genießen einfach!

    Und als die Chefs beschlossen, wir machen einen Ausflug nach Schmoel ans Meer, waren wir sofort begeistert dabei.


    Hajo und Lea waren mit von der Partie und im strahlenden Sonnenschein wanderten wir Richtung Meer.

    Die Chefin wäre allerdings nicht die Chefin, wenn sie nicht alle paar Meter unnötige Übungen einbauen würde.


    Nicht nur, dass so ein Platz-Bleib das Tempo bremst, es stört hund doch sehr, wenn man gerade beschlossen hat, einen kleinen Alleingang zu unternehmen.




    Lea und Hajo wären wohl auch gerne frei über die Felder getobt, aber ihre Chefin ist genauso streng wie unsere, und so blieb es bei Platz-Bleib und „Carlos, komm ran!“


    Als ob ich je hinter irgendwelchen Fahrrädern herrennen würde. Höchstens wenn ich das Gefühl hätte, die Leute würden wirklich gerne einen jungen stattlichen Retriever kennenlernen, dann würde ich mich natürlich mit ihnen bekannt machen. Aber dazu kann es bei dem ewigen „Platz-Bleib“ ja gar nicht kommen.

    Und als wir endlich den Strand erreicht hatten – ihr ahnt es schon – Platz Bleib! Ich habe dann demonstrativ der Kamara den Rücken zugewendet, auch ein fotogener Retriever hat seine Grenzen.


    Doch dann war endlich Spass und Trubel angesagt. Wir tobten durch die Wellen, spritzten und schrien ein bißchen rum, weil die Chefin die Schwimm-Dummies nicht sofort rausrücken wollte.






    Ich habe dann versucht, Hajo und Lea in Seehund-Kämpfe zu verwickeln, aber sie waren nicht wirklich erfreut darüber. Hajo glaubte wohl, ich wolle ihn tunken – und so kam ich in den Genuss seines strahlend weißen Lächelns und Lea warf mir nur einen ihrer berühmten Blicke zu, so daß ich schleunigst etwas Abstand nahm.




    Gut denn nicht, habe ich mich eben allein beschäftigt, am Strand findet man ja ständig spannende Dinge.


    Endlich kamen auch die Dummies zum Zug und es wäre alles ganz vorzüglich und perfekt gewesen, wenn der d... Jack nicht mein statt seinem Dummy aus dem Wasser geholt hätte. Seines trieb daraufhin ab, und trotz hektischer Animation durch die Chefin, war keiner von den erwachsenen Hunden bereit weit genug rauszuschwimmen, um das Teil doch noch zu bergen.


    Nun wird sich wohl ein dänischer Hund demnächst daran erfreuen. Jack war völlig geknickt ...


    … und ich auch.


    Aber nicht lange, die Chefin kann schließlich ein neues Dummy kaufen oder wir klauen das von Ginny, und im Zweifelsfall tut es auch der nächstbeste Stock. Hauptsache wir gehen bald wieder baden.

    Auf dem Rückweg mussten die Chefs unbedingt noch ein Eis essen und wir gingen freudig mit, ließ der Eismann doch für jeden von uns eine Waffel springen.

    Ich hatte meine mit zwei Bissen verputzt, während Jack erstmal eine Nährstoffanalyse anfertigte, bevor er sich herabließ das Teil wegzuknabbern und Ginny die Waffel nur in tausend Teile zerbröselte, Fräulein „Ich–ess-doch-nicht alles-was-mir-so-ein-hergelaufener-Typ-anbietet“.
    Ich habe dann tapfer hinter ihr hergeputzt, man darf doch nichts verkommen lassen.




    Was für ein schöner Tag, viele Grüße, Euer Carlito