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    06.05.2018, 17:32 Uhr

    Die achte Woche - langsam wird es spannend!


    Eine werdende Hundemama trägt wirklich die Last der Welt im Bauch spazieren. Wie ein dicker Globus schaukelt der Babybauch und Ginger schnauft bei jedem Schritt, als würden ihr die Welpen die Lungen zusammen drücken.

      
    Das Schlimmst hat sie aber hoffentlich überstanden, denn in wenigen Tagen senkt sich der Bauch zur bevorstehenden Geburt und alles hat dann wieder ein bißchen mehr Luft. Die ersten Senkwehen hatte Madame Mollipops schon gestern Abend. Eine halbe Stunde hat sie gehechelt als wären wir im Hochsommer, danach war wieder Ruhe.
    Nur mit dem Fressen hatte sie es heute Morgen nicht so – aber wo soll das gute Fleisch auch hinpassen, wenn alles voller Babies ist?




    Wenn es nach dem Bauchumfang geht, hat Ginger mindestens eine ganze Fussballmannschaft im Bauch, sie hat jetzt 10 Zentimeter mehr Leibesumfang als beim letzten Mal. Vielleicht aber werden es auch einfach große starke Carlitos, die sich jetzt schon im Mutterleib auf ihre zukünftige Karriere als Goldiewrestler vorbereiten.

    Wir warten ab!

      
    Lotta hat sich von ihrer OP sehr gut erholt. Sie darf zwar nur kleine Mahlzeiten und kurze Spaziergänge machen, aber wenn es nach ihr ginge, hätten wir unsere täglichen Kabbelrunden schon längst wieder aufgenommen. Das ist natürlich streng verboten, denn der Magen und die große OP-Narbe müssen noch absolut geschont werden.

    Stattdessen lernt Lotta eine Rampe zu benutzen, mit der sie in Zukunft ins Auto ein- und aussteigen wird. Springen ist bei Magendrehung ebenfalls streng verboten.




    Um der alten Tante Erleichterung zu verschaffen haben die Chefs sie in fusseliger Kleinarbeit über die letzte Woche geschoren. Immer nur in kleinen Etappen, denn das Briard-Getüm will absolut nicht, dass man an ihr herum schnippelt. Und aufregen soll sie sich nicht.

    Also haben die Chefs mit viel Streicheln und Leckerchen so nach und nach die Filzwolle herunter geholt, der Chef hat sich sehr an die Schafschur erinnert gefühlt, und jetzt sieht das alte Mädchen aus wie neu!
    Allerdings will sie jetzt immer an ihrer Bauchnarbe herum lecken, so dass sie zu ihrem und unserem Verdruss jetzt doch einen Trichter tragen muss. Nachdem sie Gingers empfindlichen Bauch damit gerammt hat und diese einen dicken blauen Fleck davon trug, war die Chefin ernsthaft sauer! Ein Getüm mit Tüte auf dem Kopf ist nichts für Schwangere und andere empfindliche Dinge!

      
    Simba nutzt die Chance, dass alle woanders beschäftigt sind, ständig irgendwelchen Blödsinn zu machen: da wird ein Loch gegraben, dort wird übers frisch gesäte Feld geflitzt – sie ist ein richtig pubertärer Stinkstiefel!

      
    Nachdem sie einmal ungebremst in Ginger reingerannt ist und die Chefin wirklich böse wurde, habe ich mir das Früchtchen mal ernsthaft zur Brust genommen. Habe ihr alles erklärt, wie man sich als reifer und erwachsener Golden Retriever benimmt ...

      
    Hab aber irgendwie meinen Standpunkt nicht richtig klar gemacht ...

      
    Das Butzenvieh ist so frech! Entweder beisst sie Jack in den Schwanz oder versucht Gingers Vorderbein zu apportieren und beisst mir, ihrem stattlichen Vater, ungehemmt in die Ohren!




    Ich musste zur Tat schreiten!

      
    Mit gezielter Technik ließ ich das kleine weiße Monster zu Boden gehen um anschließend eine Weile Wischmopp mit ihr zu spielen – das war einfach mal nötig!




    Geht doch!

      
    Nach dem die pubertäre Front zumindest zwischenzeitlich befriedet worden war, konnten wir uns wieder den reifen und erwachsenen Retrieverdingen zuwenden: in der Sonne chillen und Leckerchen abgreifen.
    Das war definitiv auch ganz in Gingers Sinn!
    Langsam werden hier alle ganz aufgeregt, die Chefin hat heute das Wohnzimmer geputzt und nachher wird die Wurfbox aufgebaut – mal sehen, was Madame Mollipops davon hält.
    Es wird spannend, viele Grüße, Euer Carlito